Nur ein Loch, keine Skulptur
Nur ein Loch, keine Skulptur
Baden-Baden (hol) - Sie hat begonnen: die Verwandlung des in der Lichtentaler Allee verbliebenen Stamms eines Mammutbaums in ein Kunstwerk. Allerdings wird dort keine gigantische Skulptur entstehen. Nein: Es wird nur in den Stamm ein Loch gesägt.

Es soll ein Fenster entstehen, durch das man einen Blick auf den Steinbrunnen werfen kann. Das Loch in 1,50 Meter Höhe wird 50 Zentimeter breit, 2,50 Meter hoch und oben abgerundet, wie ein Kirchenfenster. Gesägt wird es in den nächsten Tagen nicht von Künstler Karl-Manfred Rennertz, der die Idee hatte, sondern von Mitarbeitern einer Gartenbaufirma. Diese hatten übrigens bereits ihre liebe Mühe, da im Holz mittlerweile Wespen ihr Zuhause haben und das Treiben der Menschen mit Argwohn verfolgten.

Und was will uns der Künstler damit sagen? Vielleicht einfach, dass ein Spaziergang in der Allee mit ihrer Natur wie ein Besuch in einer Kirche, wie ein Gottesdienst ist, bei dem die Aufmerksamkeit dem eigentlichen Kunstwerk gilt, der Lichtentaler Allee. Der Mensch? Der setzt nur den Rahmen - in Form eines zurechtgesägten Baumstamms.

Foto: Zeindler-Efler

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