Wetter hat Einfluss auf PFC
Wetter hat Einfluss auf PFC
Rastatt/Baden-Baden (red) - Das warme und regenreiche Frühjahr hat nicht nur das schnelle Wachstum von Pflanzen gefördert, sondern gleichzeitig auch die Aufnahme von PFC-Verbindungen stark beeinflusst. Das ist das Ergebnis des Vorerntemonitorings, das die Ernte auf mit perfluorierten Chemikalien (PFC) belasteten Ackerflächen untersucht. das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe am Donnerstag veröffentlicht hat.


Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe am Donnerstag mitteilte, wurden unerwartet früh PFC in Spargel, aber auch - entgegen der bisherigen Erkenntnisse - in Wintergerste gefunden. Nach Angaben des RP kamen Erzeugnisse mit erhöhten PFC-Werten aber nicht in den Handel.

Die Frühjahrssaison und damit auch die Untersuchungen für Spargel und Erdbeeren sind abgeschlossen. Bei insgesamt knapp 30 untersuchten Spargel-Proben seien auf drei Parzellen die Beurteilungswerte überschritten worden. Dieser Spargel sei vernichtet worden. Erdbeeren hingegen waren komplett unauffällig.

Im Getreide wurden laut RP bei bisher knapp 130 untersuchten Proben in gut einem Drittel PFC-Gehalte unterhalb der Beurteilungswerte gemessen, bei sieben Proben wurden die Beurteilungswerte für Lebensmittel überschritten. Diese Erzeugnisse werden als Lebensmittel nicht vermarktet.

PFC in Honig nachgewiesen

Abweichend von bisherigen Erkenntnissen seien erstmals durch die amtliche Lebensmittelüberwachung bei Honigproben eines Imkerbetriebes aus dem Raum Mannheim deutliche PFC-Gehalte gefunden worden. Die gesamte Ware sei danach aus dem Verkehr genommen worden, berichtet das RP. Die Ursache für die erhöhten PFC-Gehalte sei noch unklar, weitere Honigproben werden untersucht.

Wie bereits in den Vorjahren seien auch 2018 Flächen mit bekannten PFC-Gehalten in das Vorerntemonitoring aufgenommen worden. Dabei werden Proben verschiedener landwirtschaftlicher Erzeugnisse vor der Ernte gezogen und auf ihre Gehalte an PFC untersucht. Liegen die Ergebnisse über den vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz festgelegten Beurteilungswerten (BUW), darf das Erzeugnis nicht als Lebensmittel vermarktet werden.

Symbolfoto: dpa

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