Kurstädter Wasser wird erheblich teurer
Kurstädter Wasser wird erheblich teurer
Baden-Baden (hez) - Für ihr Trinkwasser müssen die Baden-Badener voraussichtlich ab dem 1. September erheblich tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtwerke wollen den Mengenpreis um 40 Cent je Kubikmeter anheben.

Mit anderen Worten: Für einen Kubikmeter des Baden-Badener Grund- beziehungsweise Quellwassers müssen dann netto nicht mehr 1,85 Euro bezahlt werden, sondern 2,25 Euro. Dies entspricht einer Erhöhung um knapp 22Prozent. Der Bruttopreis (einschließlich Umsatzsteuer) würde auf 2,41 Euro klettern.

Abgesegnet werden muss dieses kräftige Drehen an der Preisschraube noch vom gemeinderätlichen Betriebsausschuss in seiner nächsten Sitzung am 19. Juli. Begründet wird der geplante deutliche Preisanstieg mit "ständigen Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen", um die Qualität des hochwertigen Lebensmittels "Trinkwasser" nachhaltig sicherzustellen.

Stadtwerke verweisen auf hohe Investitionen

Als Beispiel für die nötigen Investitionen nennen die Stadtwerke unter anderem die Entfernung der PFC-Schadstoffe aus dem Trinkwasser durch Aktivkohlefiltertechnik. Dafür werden Kosten von 3,25 Millionen Euro erwartet. Zudem müssten Rohre im Innenstadtbereich saniert werden.

Ein Tarifvergleich mit anderen Stadtwerken in der Region zeigt allerdings, dass sich Baden-Baden bei einer Erhöhung des Trinkwasserpreises um 22Prozent deutlich abheben würde. Ein Drei- bis Vier-Personenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern müsste dann an der Oos einen Bruttopreis von 463,58Euro bezahlen. Die Wasserversorger in Bühl, Gaggenau, Ettlingen und Freudenstadt verlangen hingegen bei gleichem Verbrauch jährlich lediglich zwischen 375 und 414 Euro.

Symbolfoto: dpa

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