Rastatter Bahnhof: Ringen um Konsens
Rastatter Bahnhof: Ringen um Konsens
Stuttgart/Rastatt (red) - Unabhängig vom Ringen um einen Konsens hinsichtlich der Bahnsteighöhen haben Land und Bahn vereinbart, den Zeitplan für die weitere Planung des Umbaus des Bahnhofs Rastatt einzuhalten. So ist voraussichtlich mit einem Baubeginn 2020 zu rechnen.

Dies teilte Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel (Grüne) nach einem Treffen von Verkehrsminister Winfried Hermann, einem Vertreter der Bahn und Bürgermeister Arne Pfirrmann mit, zu dem er eingeladen hatte.

Wie berichtet, sieht die Planung der DB für den Bahnsteig an Gleis 2 eine Höhe von 76 Zentimetern über Schienenoberkante vor. Dadurch werde dort jedoch ein barrierefreier Zugang zu Stadtbahn- und Nahverkehrszügen behindert (55 Zentimeter). Hentschel sieht die Verhandlungen nun auf gutem Weg. Allerdings werde eine endgültige Zielvereinbarung wohl erst Ende des Jahres getroffen.

Kombilösung mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen als Alternative?

Um den Bahnhofsumbau wegen der Frage nicht zu verzögern, habe der Bahnvertreter zugesichert, die endgültige Bahnsteighöhe den dann gültigen Rahmenbedingungen anzupassen, die zwischen Land und Bund noch vereinbart werden - auch wenn der Bau zunächst gemäß den aktuellen Bundesvorgaben mit 76 Zentimetern an den Gleisen 2, 3 und 4 geplant wird. Hentschel brachte eine Kombilösung mit zwei unterschiedlichen Bahnsteighöhen ins Spiel, um barrierefreien Zugang zu allen Zügen zu gewährleisten. Die Bahn wolle das prüfen. Minister Hermann verwies auf das Beispiel Plochingen, wo eine solche Lösung umgesetzt wurde.

Foto: dpa

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