Ausweichverkehr: In Bischweier brodelt der Unmut
Ausweichverkehr: In Bischweier brodelt der Unmut
Bischweier (red/vgk) - Bischweier hat derzeit im Ortsgebiet aufgrund der Baustelle auf der Bundesstraße 462 mit Ausweich- und Schleichverkehr zu kämpfen. Besonders betroffen sind davon unter anderem die Friedrichstraße und die Bahnhofstraße. Erstere als Verbindung zur Murgtalstraße, letztere als Verbindungsachse zwischen Kuppenheim und dem Kirschendorf.

Wo der Schuh besonders drückt, fassten Anwohner nun in einem Schreiben an Bürgermeister Robert Wein und den Gemeinderat zusammen. Auch wurde das Thema in den vergangenen Tagen und Wochen in Internetforen diskutiert.

Die Friedrichstraße ist seit 1988 verkehrsberuhigte Spielstraße. Dennoch sprechen die Anlieger von unhaltbaren Zuständen und rasenden Autofahrern, Kindern, die nicht mehr gefahrlos dort spielen können, älteren Menschen, die sich nicht mehr trauen, über die Straße zu gehen. Emotionen kochten während der Debatte hoch. Auch wird gewünscht, bei der nächsten Baustelle auf der B 462 den Ausweichverkehr mit in die Planungen einzubeziehen.

Die Probleme seien zum Teil auch hausgemacht. Es sind Ortskundige, die diese Straßen derzeit verstärkt nutzen, war diesbezüglich aus dem Gemeinderat zu hören.

Für die Situation in beiden Straßen gibt es keine einfachen und kurzfristigen Lösungen, beschied Bürgermeister Wein den Beschwerdeführern. Beide Straßen, ebenso wie die Murgtal- oder Rauentaler Straße, seien Teil eines Straßennetzes, diese Netzwerkbeziehungen müssten zusammen betrachtet werden, sagte Wein.

Eine Straße vom Baugebiet Winkelfeld mit Anschluss an den Kreisel beim dortigen Supermarkt könnte Entlastung bringen.

"Wir brauchen die Verbindung", meinte der Bürgermeister und erinnerte an die Bürgerbefragung von 2010, in deren Rahmen sich die Mehrheit für den Bau dieser Straße ausgesprochen hatte.

Symbolfoto: red

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