Tierwohl hat Priorität
Tierwohl hat Priorität
Forbach (mm) - Das Wohl der Tiere hat Priorität, macht Hans-Jörg Wiederrecht, der Vorsitzende der Bermersbacher Ziegenfreunde, deutlich. Deshalb wurde das Ziegenfest abgesagt. Dieses sollte am Sonntag, 9. September, stattfinden. Hintergrund für den Ausfall des beliebten Fests ist die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen, die die Gesundheit der Weidetiere beeinträchtigte.

Eisenmangel und Wurmbefall machten den Tieren zu schaffen, erläutert der Vorsitzende. Die Vereinsmitglieder hatten mit den Gegenmaßnahmen alle Hände voll zu tun, deshalb könne der Festbetrieb in diesem Jahr nicht auch noch gestemmt werden, erklärt Wiederrecht. Mittlerweile sei die Situation aber im Griff. 123 Ziegen und 25 Rinder, Dexter-Rinder aus dem Saarland und Hinterwälder aus Plittersdorf, "unsere Pensionstiere", leisten ganze Arbeit in Sachen Freihaltung der Landschaft. "Eine Weide nach der anderen wird leergeputzt", berichtet Wiederrecht. Die vorhandenen Brombeerhecken, die dem Wassermangel trotzen, werden von den Ziegen abgefressen.

Tierhalter müssen zum Teil auf Wintervorräte zurückgreifen

"Derzeit haben wir noch keinen Futtermangel", erzählt der Vorsitzende. Obwohl er von anderen Tierhaltern wisse, dass diese bereits teilweise ihre Wintervorräte verfüttern müssten. Das sei in Bermersbach noch kein Problem. Der angekündigte Wetterumschwung mit Regen sollte die Situation wieder verbessern.

Wiederrecht bedauert die Absage des Fests, das sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit erfreute. Besonders für Familien mit Kindern war es ein beliebter Treffpunkt, um den vierbeinigen Landschaftspflegern genügend "Streicheleinheiten" zukommen zu lassen. Im kommenden Jahr soll das Fest aber wieder stattfinden, ist der Vorsitzende zuversichtlich.

Foto: mm

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