Aspichhof öffnet seine Türen im Rahmen der "Gläsernen Produktion"
Aspichhof öffnet seine Türen im Rahmen der 'Gläsernen Produktion'
Ottersweier (jo) - Einmal im Jahr öffnet der Aspichhof seine Türen im Rahmen der Kampagne "Gläserne Produktion". Geschäftsführer Ewald Glaser will beim Hoffest am heutigen Sonntag einem interessierten Publikum wieder einen "Treffpunkt rund um Landwirtschaft und Lebensmittel" bieten.

Glaser, der den Aspichhof als Integrationsbetrieb zusammen mit seinem Sohn Simon und seiner Ehefrau Marianne (Hofladen) betreibt, ist es ein Bedürfnis, mit den Besuchern über die Landwirtschaft von heute zu sprechen, zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Im Fokus steht in diesem Jahr insbesondere ein Thema: Rückstände in Lebensmitteln. "Der Druck auf die Erzeugerpreise ist nach wie vor hoch", erläutert Glaser die allgemeine Lage. Regionale Lebensmittel seien im Trend, gleichwohl werde es immer schwieriger, die steigenden Kosten im Lohnsektor sowie im Energiesektor für Strom und Diesel auf die Preise umzulegen. Hinzu komme die bürokratische Last immer umfänglicherer Dokumentationspflichten.

Das Hoffest bietet Gelegenheit, auf die Ernte im Vorjahr Rückschau zu halten, die teils recht bescheiden ausfiel. Umso erfreulicher: Den neuen Rotwein "1265" (benannt nach dem Jahr der urkundlichen Ersterwähnung des Aspichhofs) prämierte die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) auf Anhieb mit einer Goldmedaille.

Stallführungen alle zwei Stunden

Was der Gutshof, dem auch eine Metzgerei angehört, an Spezialitäten alles produziert, lässt sich im Rahmen des Hoffests am Sonntag verkosten. Vegetarisches inklusive. Bei Führungen können die Stalllungen (Beginn: 12, 14 und 16 Uhr) sowie die Molkerei (13 und 15 Uhr) erkundet werden. Fürs Fachpublikum gibt es eine Führung zu einem Großversuch mit biologischem und konventionellem Pflanzenschutz. Außerdem wird über die Arbeitstherapie und betreutes Wohnen auf dem Hof informiert.

Küken beim Schlüpfen zuschauen

Die Berufsgenossenschaft stellt Aufstiegshilfen für Traktoren vor. Die Imkerei Zink und der Verband Katholisches Landvolk sind ebenfalls vor Ort. Schlepperfreunde stellen Oldtimer aus. Unter der Haube einer Kükenbrüterei sollen Sundheimer Hühner, Badens einziger Hühnerschlag, schlüpfen. Kinder können sich in einer Strohburg verausgaben, an einem Hofquiz teilnehmen oder Pflanzen pikieren.

Das Hoffest beginnt am Sonntag, 9.30 Uhr, mit einem Zeltgottesdienst, den Jungpfarrer Klaus Käfer (Hüfingen), ein Freund des Hofbetriebsleiters Simon Glaser, halten wird. Danach spielen die Huber Musikanten zum Frühschoppen auf. Um 18 Uhr ist das Fest zu Ende.

Archivfoto: Horcher

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz