Neue Welle von Betrugsanrufen
Neue Welle von Betrugsanrufen
Baden-Baden/Rastatt (red) - Die Polizei warnt: Wieder rollt eine Welle von betrügerischen Anrufen über Mittelbaden. Bereits zum Beginn der Woche wurden mehrere Baden-Badener von mutmaßlichen Betrügern kontaktiert. Jetzt haben die Gauner ihr Gebiet offenbar erweitert.

"Bei der Leitstelle der Polizei gehen aktuell mehrere Meldungen besorgter Menschen aus dem gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg ein", heißt es in einer Pressemitteilung.

Wie die größtenteils älteren Anrufer demnach berichten, wurden sie in nahezu allen Fällen zunächst von unbekannten Personen telefonisch kontaktiert. Hierbei gaben sich die Betrüger entweder als angebliche Polizeibeamte aus, um so Informationen über den finanziellen Hintergrund ihrer Opfer zu erhalten. Oder sie versuchten durch eine geschickte Gesprächsführung den Eindruck zu erwecken, dass sie zur Verwandtschaft gehörten. "Zweck dieser Maschen ist es ausschließlich an die Ersparnisse der auserkorenen Opfer zu gelangen", betont die Polizei.

Betrugsversuche bislang gescheitert

Die Betrugsversuche erstrecken sich derzeit neben der Stadt Baden-Baden auf mehrere Städte und Gemeinden des Landkreises Rastatt sowie der Ortenau. Während bisher der nördliche Bereich Mittelbadens verstärkt betroffen war, arbeiten sich die mutmaßlich dahinterstehenden kriminellen Banden gegenwärtig in südliche Richtung vor. Zu einer konkreten Geldübergabe kam es nach aktuellem Kenntnisstand dank dem umsichtigen Handeln der Angerufenen noch nicht. Dennoch kommen die Unbekannten immer wieder mit ihrem ungenierten Vorhaben durch. In Baden-Württemberg liegt der durchschnittliche Schaden pro vollendeten Betrug dieser Art nach Polizeiangaben bei über 20.000 Euro.

Polizei gibt Tipps, um auf solche Betrugsmaschen nicht hineinzufallen:

"Seien Sie misstrauisch - gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen, Wertgegenstände oder Kontoinformationen von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen. Rufen Sie nie die am Telefon angezeigte Nummer zurück, sondern fragen Sie beim Notruf '110 ' nach. Betrüger sind heutzutage dank technischer Hilfsmittel in der Lage, die am Telefondisplay der Angerufenen angezeigte Telefonnummer so zu manipulieren, dass ein vermeintlicher Anruf der örtlichen Polizeidienststelle suggeriert wird. Verständigen Sie bei verdächtigen Feststellungen umgehend die Polizei über die '110 '.

Symbolfoto: dpa

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