Drei gerissene Schafe in Reichental
Drei gerissene Schafe in Reichental
Gernsbach (red) - Ein Reichentaler Schäfer beklagt drei tote Schafe. Ein Wolf könnte die Tiere gerissen haben.

Der Schafhalter hat vergangenen Freitag auf seiner Weide im Gernsbacher Stadtteil Reichental zwei tote Schafe gefunden. Ein drittes Schaf starb später an seinen Verletzungen, teilte das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg am Montagmittag mit.

Mitarbeiter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) waren demnach am Samstag vor Ort, haben sogenannte Rissabstriche gesichert und zur Untersuchung an das Senckenberg-Institut nach Frankfurt am Main geschickt.

Genetische Analyse der Spuren im Senckenberg-Institut

Zum jetzigen Zeitpunkt kommt ein Wolf als Verursacher infrage, schreibt das Umweltministerium in der Mitteilung weiter. Gewissheit kann aber erst die genetische Untersuchung bringen, die rund zwei Woche dauern wird.

Der jüngste nachgewiesene Wolfsriss im Südwesten mit zwei toten Schafen ereignete sich Ende Juli in Baiersbronn-Huzenbach (Kreis Freudenstadt).

War es wieder der bereits bekannte Wolf?

Er geht nach FVA-Erkenntnissen auf das Konto des Wolfes "GW852m" (Foto: FVA Baden-Württemberg).

Dieses Tier könnte auch die Schafe von Gernsbach getötet haben. Ebenso wie Bad Wildbad befindet sich Gernsbach in dem etwa 3700 Quadratkilometer großen Gebiet im Nordschwarzwald, das vom Umweltministerium Ende Mai 2018 zur "Förderkulisse Wolfprävention" erklärt wurde.

Die FVA hat die örtlichen Wildtierbeauftragten über den Sachverhalt informiert und um vermehrte Aufmerksamkeit bezüglich weiterer Beobachtungen gebeten.

Informationen und Utensilien für Nutztierhalter

Nutztierhalter können bei Bedarf über die FVA vom Umweltministerium bereitgestellten Notfall-Zaunsets beziehungsweise Flatterband mit Stangen für 1,2 Meter Höhe ausleihen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Dienstagsausgabe des BT sowie ab 4 Uhr im E-Paper.

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz