Umfrage in Neubaugebieten
Umfrage in Neubaugebieten
Rastatt (red) - Mit einer Umfrage in den Neubaugebieten erhofft sich die Stadt Rastatt Rückschlüsse auf die weitere Wohnraumplanung. Hintergrund ist die Frage nach dem sogenannten Kaskadeneffekt.

Dahinter verbirgt sich die Annahme, dass durch den Umzug von Einheimischen in eine meist höherwertige neue Wohnung innerhalb Rastatts eine Wohnung wieder zur Verfügung steht. Doch um welche Größenordnung geht es dabei? Welche Merkmale zeichnen diese Wohnungen aus? Wie hoch war die Kaltmiete?

Das seien wichtige Fragen zur Bewertung des Rastatter Wohnungsmarkts und für die Planungen zur Wohnraumversorgung in der Stadt, insbesondere für einkommensschwächere Haushalte, informiert die Stadtverwaltung. Schließlich sei es Ziel der Stadt Rastatt, für Bürger aller Einkommensgruppen Wohnraum sicherzustellen. Daher untersucht die Stadt in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern das Umzugsverhalten innerhalb Rastatts.

Studenten haben Fragebogen erstellt

Analysiert werden insbesondere die Auswirkungen der Neubaugebiete auf den Wohnungsmarkt. Zwei Studierende der TU Kaiserslautern gehen in ihrer Masterarbeit dem Kaskadeneffekt in Rastatt auf die Spur. Sie untersuchen, ob die Nachfrage nach Wohnraum für einkommensschwächere Haushalte in Rastatt dadurch gedeckt werden kann, dass durch die neuen Siedlungsgebiete durch Binnenwanderung - also den Umzug innerhalb Rastatts - preiswerter Wohnraum auf den Wohnungsmarkt kommt. Hierfür haben sie einen Fragebogen entwickelt.

In den kommenden Tagen erhalten daher die Bewohner in den Neubaugebieten Max-Jäger-Schule, Rheinau-Nord, Baldenau (ehemalige Sparkassenakademie), Ludwigsfeste (ehemals Kaserne Canrobert), Neue Ludwigvorstadt (ehemals Kaserne Joffre) und dem Leopoldplatz (ehemalige Eislaufhalle) Post von der Stadt Rastatt. Darin werden sie gebeten, an der rund zehnminütigen Umfrage teilzunehmen.

Dabei werden unter anderem Fragen nach der aktuellen und vorherigen Wohnsituation gestellt, wie beispielsweise Größe der Wohnung, Höhe der Miete, Anzahl der Bewohner oder Alter, und die Gründe für den Umzug erfragt. Die Daten werden anonym und vertraulich behandelt. Die Umfrage kann bis 1. Oktober entweder schriftlich oder online erfolgen. Es entstehen keine Kosten.

Archivfoto: red/wiwa

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