Zoll: Jeder zehnte Fall auffällig
Zoll: Jeder zehnte Fall auffällig
Karlsruhe/Rastatt (red) - Nach einer groß angelegten Kontrollaktion des Zolls in ganz Deutschland sind zahlreiche Ermittlungsverfahren wegen Mindestlohn-Verstößen eingeleitet worden. Jeder zehnte überprüfte Fall sei auffällig, teilt das Hauptzollamt Karlsruhe am Montag mit.

Am 11. und 12. September haben rund 6.000 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Zollverwaltung (FKS) die Einhaltung der Mindestlohnregelungen geprüft. Dabei wurden mehr als 32.000 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt und etwa 4.500 Geschäftsunterlagenprüfungen bei Arbeitgebern vorgenommen. Die Einsatzkräfte prüften insbesondere im Einzelhandel, Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, Friseurhandwerk, Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe sowie im Personenbeförderungsgewerbe. Insgesamt hat der Zoll laut Mitteilung 351 Ermittlungsverfahren eingeleitet, davon 172 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz. Die übrigen Verfahren betreffen unter anderem das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen und Leistungsmissbrauch. In 3.291 Fällen sind weitere Sachverhaltsaufklärungen erforderlich.

Ermittler kontrollieren auch Betriebe in Rastatt

Im Bereich des Hauptzollamts Karlsruhe waren mehr als 140 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit an den Standorten Karlsruhe, Heidelberg, Ludwigshafen und Rastatt im Einsatz, die 1.155 Personenbefragungen und 215 Prüfungen der Geschäftsunterlagen durchgeführt haben. Es wurden 21 Ermittlungsverfahren und 20 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei 133 Sachverhalten ist demnach eine genauere Aufklärung erforderlich. Symbolfoto: dpa

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