Großbrand in Rastatter Innenstadt
Feuer in Rastatter Innenstadt

Rastatt (red) - Am Dienstagmorgen ist in der Rastatter Innenstadt ein Wohnungsbrand gemeldet worden. Das Feuer griff auf benachbarte Häuser über und entwickelte sich zu einem Großbrand. Fünf Personen wurden verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Wohnungsbrand in der Rappenstraße gegen 4.35 Uhr an die Leitstelle Mittelbaden sowie an die Polizei gemeldet. Nach Angaben der Stadtverwaltung Rastatt wurden fünf Personen - darunter ein Kind - verletzt, sie erlitten Rauchgasvergiftungen.

Ein Bewohner wird vermisst

Ein Hausbewohner konnte zudem laut Polizei nicht erreicht werden. Die Ermittlungen in seinem  beruflichen und familiären Umfeld führten noch nicht zu dessen Auffinden. Die Wohnung des Vermissten ist derzeit noch nicht vollständig begehbar. Der gesamte zusammenhängende Gebäudeblock wurde von den Rettungskräften und der Polizei geräumt. Der Sachschaden an allen drei Häusern ist nach Polizeiangaben noch nicht abschätzbar, dürfte allerdings mehrere hunderttausend Euro betragen. Neben den Gebäuden selbst wurde ein auf der Rappenstraße parkendes Fahrzeug durch herabfallende Ziegel beschädigt.

Brandursache noch unklar

Wie die Polizei auf BT-Nachfrage weiter erklärte, waren von den Maßnahmen die Rappen- und Kappellenstraße betroffen. Gegen 7.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und der Brand breitete sich nicht weiter aus. Der Großeinsatz von Feuerwehr, DRK, THW und Polizei dauerte um 7.50 Uhr aber weiter an. Die Brandursache ist noch unklar. Der Brandort wurde von der Kripo beschlagnahmt und wird in den kommenden Tagen unter Hinzuziehung eines Sachverständigen erneut untersucht. Die Rappenstraße bleibt nach Angaben der Stadt vorerst gesperrt, die Herrenstraße ist wieder für den Verkehr freigegeben.

Sechs Bewohner können nicht in ihre Wohnungen zurück

Wegen des Brandes wurden etwa 70 Anwohner aus der Rappen- und Kapellenstraße evakuiert und in der Badner Halle betreut. Sie konnten inzwischen aber wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Stadt Rastatt kümmert sich indes um Unterbringungsmöglichkeiten für sechs Bewohner des nun völlig zerstörten Mehrfamilienhauses. Bedauerlich sei zudem, dass durch das Feuer historische Substanz der Barockstadt verlorengegangen ist, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres

Per Lautsprecherdurchsagen hatte die Polizei am frühen Morgen die Bewohner der Rastatter Innenstadt aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen, um sich vor giftigen Rauchgasen zu schützen. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch bedankte sich am Nachmittag in einer Pressemitteilung bei allen Einsatzkräften: "Herzlichen Dank für den unermüdlichen, hochprofessionellen Einsatz und die großartige Unterstützung." Durch das schnelle Eingreifen hätten die Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei Schlimmeres verhindert.

Fotos: Frank Vetter/ Stadt Rastatt

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