Hände weg vom Handy
Hände weg vom Handy

Stuttgart (lsw) - Navi einstellen, Zigarette anzünden und vor allem auf dem Handy tippen: Polizisten in ganz Baden-Württemberg haben am Donnerstag nach abgelenkten Verkehrsteilnehmern Ausschau gehalten.

"Der kurze Blick auf das Handy bei voller Fahrt ist ein gefährlicher, unter Umständen tödlicher Blindflug", sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Vorfeld. Überprüft wurden nicht nur Autofahrer, sondern auch Radler und Fußgänger.

Mehr als 600 Lkw- und Autofahrer erwischt

Die Kontrollen begannen um 6 Uhr morgens und sollten bis Mitternacht dauern. 2.300 Polizisten waren an 660 Orten im Einsatz. Bereits am Donnerstagvormittag überprüften die Beamten landesweit rund 25.000 Fahrzeuge, wie das Landesinnenministerium am Nachmittag mitteilte. Mehr als 600 Auto- und Lastwagenfahrer waren dabei mit einem Handy in der Hand unterwegs, außerdem wurden 30 Radler bei der Beschäftigung mit dem Mobiltelefon gezählt. Die Polizisten sprachen fast 1.500 Fußgänger auf die Handynutzung beim Gehen an. In ganz Deutschland hat die Polizei binnen weniger Stunden fast 3.100 Handysünder am Steuer erwischt.

Ablenkung als Hauptursache für Unfälle

Der bundesweite Kontrolltag "sicher.mobil.leben" wurde als Nachfolge für den "Blitzermarathon" entwickelt, da Ablenkung im Straßenverkehr mittlerweile als eine Hauptunfallursache gilt. Fast jeder fünfte tödliche Unfall im Südwesten war im letzten Jahr darauf zurückzuführen, hieß es vom Innenministerium. "Dazu gehören auch Eingaben in das Navi, aber in den letzten Jahren ging es im Regelfall um das Smartphone", erklärte ein Ministeriumssprecher. Eine abschließende Bilanz zur Aktion soll am Freitag vorgestellt werden.

Was halten Sie von solchen Kontrollen? Stimmen Sie ab unter www.badisches-tagblatt.de

Foto: dpa

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