"Sicher.Mobil.Leben" im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg
'Sicher.Mobil.Leben' im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg
Offenburg/ Stuttgart (red) - Beim bundesweiten Kontrolltag "Sicher.Mobil.Leben" hat sich am Donnerstag auch das Polizeipräsidium Offenburg mit seinen Dienststellen beteiligt.

Die 154 eingesetzten Polizisten waren bei 85 Kontrollaktionen in den Landkreisen Rastatt, Ortenau und dem Stadtkreis Baden-Baden nach Polizeiangaben zusammen knapp 100 Stunden für die Verkehrssicherheit in Mittelbaden im Einsatz, wie das Polizeipräsidium in einer Presseinformation mitteilte.

985 Fahrzeuge, darunter 33 Fahrräder und 73 Lastwagen, wurden kontrolliert.

Hunderte Verstöße allein im Landkreis

Neben den 134 Verkehrsteilnehmern, die ihr Mobiltelefon verbotenerweise nutzten, ahndete die Polizei auch 335 Verstöße wegen nicht angelegten Sicherheitsgurten, fehlender Helme und nicht gesicherten Kindern.

Mit knapp 300 Fußgängern, die beim Gehen ihr Smartphone nutzten, wurden am Aktionstag Präventionsgespräche geführt und auf mögliche Gefahren hingewiesen.

Mehr als 2.300 Beamte im Ländle im Einsatz

Mehr als 2.300 Beamte waren an 750 Kontrollstellen in ganz Baden-Württemberg im Einsatz. Insgesamt wurden 58.000 Fahrzeuge kontrolliert, laut Angaben des Innenministeriums mehr als in jedem anderen Bundesland.

Tausende mit Handy am Steuer

Insgesamt nutzten 2.056 Kfz-Fahrer und 80 Fahrradfahrer verbotenerweise ein Mobiltelefon am Steuer, teilte das Innenministerium Baden-Württembergs am Freitag mit.

Zudem hatten 3.630 Kfz-Fahrer oder -mitfahrer keinen Gurt angelegt, in 168 Fällen waren Kinder nicht angeschnallt oder saßen nicht in einem Kindersitz.

Mehr als 4.400 "Smombies" zu Fuß unterwegs

Mehr als 4.400 Fußgänger wurden hatten ihr Mobiltelefon beim Gehen benutzt und wurden von Beamten auf ihr fahrlässiges Handeln im Straßenverkehr angesprochen.

"Der kurze Blick auf das Handy bei voller Fahrt ist ein gefährlicher, unter Umständen tödlicher Blindflug. Jede Unachtsamkeit kann über Leben und Tod entscheiden", fasste der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Baden-Württembergs, Thomas Strobl, am Freitag die Ergebnisse des Kontrolltags zusammen.

Fast jeder fünfte Verkehrstote wegen Handys am Steuer

Beinahe jeder fünfte Verkehrstote in Baden-Württemberg ist auf Ablenkung etwa durch Handynutzung zurückzuführen - für 2017 sind das alleine 74 der insgesamt 434 tödlichen Unfälle, heißt es in der Mitteilung des Innenministeriums weiter. Dies entspricht einem Anteil von 17 Prozent an allen tödlichen Unfällen - ein Anstieg von fünf Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2016.

Prävention und nicht Bestrafung stehe im Vordergrund

Es gehe den Beamten und dem Ministerium in erster Linie darum, die Verkehrsteilnehmer aufzuklären - und weniger um eine Bestrafung.

Die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer sei kein Kavaliersdelikt, sondern unter Umständen tödlicher Leichtsinn.

Die Gefahr entspricht einer Alkoholfahrt mit einem Promille und steigert das Unfallrisiko um das Vierfache, gibt das Innenministerium zu bedenken.

Fast 85 Prozent der 248 Teilnehmer der Online-Umfrage des BT wünschen sich in Zukunft weitere Aktionen der Polizei zum Thema Verkehrssicherheit. Das BT hatte gefragt: "Zum Tag der Verkehrssicherheit finden aktuell Verkehrskontrollen statt. Es soll vor allem auf die Gefahren von Ablenkung am Steuer durch Handys aufmerksam gemacht werden. Finden Sie das gut?" Knapp 96 Prozent der Befragten antworteten darauf mit "Ja".

Foto: Leif-Hendrik Piechowski/Innenministerium Baden-Württemberg

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz