Lindner: "Ich empfinde keine Schadenfreude"
Lindner: 'Ich empfinde keine Schadenfreude'
Berlin - FDP-Chef Christian Lindner sieht die Kanzlerschaft Angela Merkels in der Endphase angekommen. Merkel habe ihre Gestaltungskraft eingebüßt, so Lindner im Gespräch mit BT-Korrespondent Hagen Strauß. Die FDP stehe nach Neuwahlen für Verhandlungen bereit.

BT: Herr Lindner, hat die Unionsfraktion das Ende der Kanzlerschaft von Angela Merkel eingeläutet?

Christian Lindner: Ja. Die Endphase der Ära Merkel beginnt. Der nur moderierende Politikstil bis an die Grenze der Richtungslosigkeit ist bei der Kanzlerin zwar kein neues Phänomen. Doch jetzt ist die Unzufriedenheit so groß, dass sie auch nach außen sichtbar wird.

BT: Sie fordern die Vertrauensfrage im Bundestag?

Lindner: Ich würde sie empfehlen. Es kann ja nicht so weitergehen wie in den letzten Wochen - mit einem Zermürbungskrieg zwischen Frau Merkel und Herrn Seehofer und mit einer instabilen SPD zwischen den Fronten. In so einer Lage würden andere Kanzler eine Regierungserklärung halten, ihre zentralen fünf Projekte präsentieren und danach die Vertrauensfrage stellen, um festzustellen, ob sich eine Koalition noch hinter dieser Politik versammeln kann. Dann sind entweder Führung und Ordnung wiederhergestellt, oder es bietet sich die Gelegenheit für einen Führungswechsel.

Das ganze Interview mit dem Parteivorsitzenden der FDP lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des BT.

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