Ernst Kopp im Landtag verabschiedet
Ernst Kopp. Foto: SPD
Stuttgart (bjhw/red) - Im Landtag in Stuttgart hat es am ersten Sitzungstag nach der Sommerpause viel warmen Applaus gegeben: für den ausgeschiedenen Landtagsabgeordneten Ernst Kopp (SPD) aus Bietigheim.

Jonas Weber, Nachrücker für den Rastatter Landtagsabgeordneten Kopp, hatte seinen Platz im Plenarsaal in den Reihen der SPD-Fraktion bereits eingenommen. Muhterem Aras, die grüne Parlamentspräsidentin, ließ es sich am ersten Sitzungstag nach der Sommerpause aber dennoch nicht nehmen, dem ausgeschiedenen früheren Bietigheimer Bürgermeister Kopp warme Worte zu widmen.

Der sei immer "erster Ansprechpartner gewesen für alles, was die Bürgerinnen und Bürger bewegte". Man habe seine Verwurzelung in der Kommunalpolitik gespürt und dass "es vor allem die direkte Begegnung mit den Menschen ist, die für ihn den Reiz von Politik ausmachte".

Der 64-Jährige, der 1979 in die SPD eingetreten war, saß seit 2011 im Landtag. Aras würdigte Kopps Engagement im Sozialausschuss, im Oberrheinrat, für den ländlichen Raum, als Strafvollzugsbeauftragter seiner Fraktion - und die vielen Ehrenämter: Vom Mittelbadischen Sängerkreis über den Obst- und Gartenbauverband Rastatt-Bühl bis zum Förderverein Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegung deutscher Geschichte.

Am Ende und nach dem Dank des ganzen Hauses gab es viel Applaus - in Abwesenheit. Kopp hat sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Bereits zum 1. September wurde Weber, der auch SPD-Kreisvorsitzender ist, offiziell sein Nachfolger. Als eine seiner zentralen Forderungen nennt der 36-Jährige kostenlose Bildung in Kindergarten, Schule und am Arbeitsplatz.

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