Fußball-EM 2024 in Deutschland
Fußball-EM 2024 in Deutschland
Nyon (red/dpa) - Die Fußball-Europameisterschaft der Männer findet 2024 in Deutschland statt.

Das hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin am Donnerstagnachmittag im schweizerischen Nyon verkündet.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzte sich gegen den türkischen Verband TFF durch. Der DFB punktete in seiner Bewerbung vor allem mit den vorhandenen Stadien sowie der bestehenden Infrastruktur und wirtschaftlicher Stabilität. Der weiterhin nicht komplett aufgeklärte Skandal um die Heim-WM 2006 spielte offensichtlich keine größere Rolle bei der Mehrheit der Wahlleute. Der deutsche Verband war favorisiert in die geheime Abstimmung gegangen, wahlberechtigt waren 16 Männer und eine Frau.

Menschenrechtslage in der Türkei hat wohl mit den Ausschlag gegeben

Der türkische Mitbewerber hatte vor allem für das fehlende Menschenrechtskonzept und aufgrund finanzieller Risiken schlechte Bewertungen durch die UEFA-Prüfer kassiert. Die Türkei scheiterte damit wie zuletzt bei den vergeblichen Anläufen für die EM 2008, 2012 und 2016.

18 Jahre nach dem "Sommermärchen" folgt die Heim-EM 2024

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ist die EM das nächste Fußball-Großereignis in der Bundesrepublik.

Als Spielorte sind Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt vorgesehen. Das Olympiastadion in der Hauptstadt mit einer Kapazität von 70.033 Zuschauern ist der logische Kandidat für das Finale.

Als Gastgeber muss sich Deutschland nach aktuellem Planungsstand voraussichtlich nicht für das Turnier qualifizieren. Die genauen Kriterien sind noch nicht festgelegt.

Philipp Lahm soll Organisationschef werden

Genau drei Monate nach dem blamablen WM-Vorrundenaus durfte der DFB damit zumindest auf dem fußballpolitischen Parkett wieder einen wichtigen Sieg feiern. Und auch für den zuletzt unter anderem durch die Affäre um Mesut Özil angeschlagenen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel stellt der Zuschlag vorerst einen wichtigen Befreiungsschlag dar. Ehrenspielführer Lahm ist für das Turnier als Organisationschef eingeplant.

Bis 2024 plant der Bund von der EM unabhängig, acht Milliarden in Infrastruktur zu investieren, unter anderem in 270 neue Kilometer Autobahn.

Alles zur EM-Vergabe lesen Sie auf einer Sonderseite in der Freitagsausgabe des BT und bereits ab vier Uhr im E-Paper. Außerdem wird BT-Redakteur Frank Ketterer das Ergebnis in einem Kommentar einordnen.

Symbolfoto: dpa

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