Grenzwerte im Oberflächenwasser teils überschritten
Normierte Grenzwerte für Oberflächengewässer (hier die Murg in Rastatt) gibt es bisher nicht.  Foto: Linkenheil
Rastatt(red) - Das Landratsamt Rastatt und das Umwelt- und Gesundheitsamt Baden-Baden haben vor dem Hintergrund des PFC-Skandals Oberflächengewässer untersuchen lassen. Ergebnis: An 14 Messstellen wurden die Grenzwerte überschritten.

Kreisübergreifend wurden 75 Messstellen in Fließgewässern, 29 Seen und zehn Kläranlagenabflüsse auf die Chemikalie PFC untersucht. Zusätzlich wurde durch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) auch eine Abflussmessung an ausgewählten Standorten durchgeführt, sodass erstmals auch PFC-Frachten ermittelt werden konnten.

Da normierte Grenzwerte für Oberflächengewässer bisher nicht existieren, wurden die Gewässer zum einen nach den sogenannten PNEC-Werten zum Schutz der aquatischen Lebensgemeinschaft bewertet, zum anderen wurden die Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFS) für Grund- und Trinkwasser zur Orientierung herangezogen.

Bei einer Bewertung als Grund- und Trinkwasser zeigt sich bei zehn Messstellen in Fließgewässern und vier Messstellen in Seen eine Überschreitung der GFS-Werte. Der Trend der letzten Jahre wird damit grundlegend bestätigt.

Seit Bekanntwerden der Verunreinigungen von Böden und Grundwasser im Raum Rastatt und Baden-Baden mit PFC im Jahr 2013 haben die Umweltverwaltungen der Kreise Rastatt und Baden-Baden umfangreiche Untersuchungen an mittlerweile über 1750Hektar an landwirtschaftlichen Böden durchgeführt. Da sich PFC über die Böden ins Grundwasser und in die Oberflächengewässer verlagert, werden zusätzlich 860Grundwasser- und 160Oberflächengewässermess- stellen regelmäßig kontrolliert.

Der Bericht ist im Internet abrufbar (Rubrik Aktuelles/PFC). Weitere Infos gibt es beim Landratsamt, PFC-Geschäftsstelle, E-Mail: PFC@landkreis-rastatt.de oder bei der Stadt Baden-Baden, Umweltamt, E-Mail:umwelt@baden-baden.de.

www.landkreis-rastatt.de

Foto: Linkenheil

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