Junge Flüchtlinge wollen Brandopfer unterstützen
Ein Bild des Jammers ist das ehemalige Gasthaus 'Rappen' in der Innenstadt. Die Einnahmen aus dem Spendenstand sollen den Bewohnern zugute kommen.  Foto: Mauderer
Rastatt (red) - Nachdem Rastatter Bürger durch einen Brand obdachlos wurden, gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft. Auch der Verein Junge Flüchtlinge Rastatt organisiert eine Spendenaktion.

Am Samstag werden auf dem Rastatter Marktplatz zwischen 9 und 12.30 Uhr Kuchen, Gebasteltes und kleine Kunstwerke gegen Spenden abgegeben. Daran beteiligen sich ebenso die IGMG Moschee Mevlana Rastatt und "Die Brücke Rastatt".

"Jeder kann in eine Notlage kommen", sagt die Vorsitzende des Flüchtlingsvereins, Ute Kretschmer-Risché. "Umso wichtiger ist, dass wir einander helfen." Gerade die Geflüchteten hätten viel Solidarität erfahren und möchten jetzt andere unterstützen. Zum Beispiel der Syrer Ahmad, der einen Orangenkuchen backen wird, weil ihm Hilfe wichtig ist. Die Angebote für den Verkauf gehen quer durch Nationalitäten, Alter und Religionen. In den Interkulturellen Wochen wurden die Absprachen getroffen.

Zusammen mit der Stadt Rastatt und dem Landratsamt wurden Fragen zur Organisation, aber auch zu Hygienevorschriften geklärt. Alle Einnahmen sollen direkt an den Verein für Familienhilfe und Jugendförderung Rastatt gehen, der ein Spendenkonto eingerichtet hat.

Am Samstag können die Marktbesucher mit den Beteiligten der Aktion sprechen. Da die Brandopfer als Notfallhilfe in der Unterkunft für Flüchtlinge auf dem Merzeau-Gelände untergebracht worden sind, können die Geflüchteten deren Situation besonders gut nachvollziehen. Schließlich wisse man genau, wie es sich anfühlt, alles zu verlieren und auf andere angewiesen zu sein, sagt Yazan aus Syrien.

Foto: Mauderer

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