Große Übung an Schleuse Iffezheim
Große Übung an Schleuse Iffezheim
Iffezheim (red) - Metallarbeiten in einem Schacht an der Schleuse Iffezheim. Es kommt zu einer Verpuffung. Brand, Rauch, Verletzte - zum Glück nur ein Planspiel. Am Samstag wird ab 9.30 Uhr behördenübergreifend an der bedeutendsten Binnenschleuse Deutschlands in Iffezheim der Ernstfall geübt.

Mit vereinten Kräften kommen neben dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) insbesondere die Feuerwehren Iffezheim und Rheinmünster, das Iffezheimer Rote Kreuz sowie die Bergwacht Baden-Baden bei einer Notfallübung zum Einsatz, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Geübt wird die Menschenrettung aus engen Räumen unter extremen Bedingungen, unter anderem aus einem der 270 Meter langen Schleusenlängskanäle, der sich über 20 Meter tief unter der Schleusenplattform befindet. Zeitgleich findet die Brandbekämpfung statt.

Ziele: Dem WSA soll aufgezeigt werden, wo für den Fall eines Falles bauliche Maßnahmen oder organisatorische Verbesserungen ergriffen werden müssen, die örtlichen Rettungskräfte sollen die Schleusenanlage mit ihren langen Rettungswegen, verwinkelten Zugängen zu den unterirdischen Anlageteilen mit schlechtem Funkempfang kennenlernen. Dies soll ihnen im Ernstfall die Möglichkeit geben, rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen einzuleiten.

Zuverlässigkeit des Betriebs muss gewährleistet werden

"Die bedeutendste Binnenschifffahrtsschleuse Deutschlands muss zuverlässig rund um die Uhr funktionieren - und zwar sicher für Schifffahrt und Beschäftigte des Betreibers. Durch ständige Instandhaltung einschließlich Modernisierungen ist das Sicherheitsniveau bereits deutlich gestiegen. Übungen dienen der Überprüfung und dem Einspielen von Abläufen, damit im Fall der Fälle rasch und professionell reagiert werden kann", so WSA-Amtsleiter Jörg Vogel.

Die Schleuse Iffezheim ist der Mitteilung der Behörde zufolge die verkehrsreichste Binnenschleuse Deutschlands und zählt zu den größten und leistungsfähigsten Zweikammerschleusen Europas.

Archivfoto: pr

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