Tunnel-Havarie: Weitere Bohrungen
Tunnel-Havarie: Weitere Bohrungen
Rastatt (dm/red) - An der Bahntunnelbaustelle bei Niederbühl kann noch immer kein Schlussstrich unter die Ursachenforschung zur Havarie im August vergangenen Jahres gezogen werden. Wie die Bahn mitteilte, sind weitere Erkundungsbohrungen zur Klärung der Schadensursache notwendig.

Die zusätzlichen Bohrungen finden im Bereich der ehemaligen Fußgängerunterführung zwischen Stadtteil und Mehrzweckhalle statt. Sie sollen noch in dieser Woche starten und voraussichtlich zwei Wochen andauern.

Drei der Bohrungen werden an der Ringstraße ausgeführt, zwei weitere auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise, erläutert die Bahn. "Belästigungen durch Lärm und Vibrationen lassen sich leider nicht vermeiden", heißt es weiter. Die Arbeiten finden montags bis freitags jeweils zwischen 7 und 19 Uhr statt. Für die Unannehmlichkeiten bitte man ausdrücklich um Entschuldigung.

Zur "vertiefenden Erkundung des Baugrunds" wurden bereits zwischen Mai und September mehr als 60 Bohrungen im Bereich der Schadensstelle und in dessen Umfeld durchgeführt. Dabei hatte man bereits erstmals in die Verlängerung gehen müssen. Ursprünglich war man davon ausgegangen, die Bohrungen im August abschließen zu können.

Start der Schlichtung noch völlig offen

Immer fraglicher wird in diesem Zusammenhang, wann das Schlichtungsverfahren zwischen Bahn und Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Tunnel Rastatt zur Ermittlung der Schadensursache zum Abschluss kommt. Dieses war im September 2017 vereinbart worden, um langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden. Die Erkenntnisse aus den aktuellen Untersuchungen müssen darin noch eingearbeitet werden.

Zuletzt war von einem Verfahrensende frühestens Ende des Jahres die Rede. Wie berichtet, wird erst danach entschieden, wie der Tunnel weitergebaut und die einbetonierte, schrottreife Tunnelvortriebsmaschine aus der Oströhre geborgen werden soll.

Archivfoto: F. Vetter

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