Baustart erst nur symbolisch
Der erste Spatenstich macht deutlich: Trotz einiger Widrigkeiten soll am Ooswinkel nun bald gebaut werden. Foto: Zorn
Baden-Baden (hez) - Groß war gestern die Freude bei der Baugenossenschaft Baden-Baden, als auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Bauhofs in der Schwarzwaldstraße etwas Erde durch die Luft gewirbelt wurde.

Allerdings war der ersehnte erste Spatenstich bei der Realisierung der Wohnanlage "Wohnen am Ooswinkel" nur ein symbolischer Akt, denn gearbeitet werden darf noch nicht, da bislang die Baugenehmigung fehlt. Doch Architekt Steffen Mayer zeigte sich zuversichtlich, dass man den "roten Punkt" nun - nach zweijähriger Planungs- und Genehmigungsphase - bald von der Verwaltung ausgehändigt bekomme.

Auch sonst lief bisher nicht alles so ganz reibungslos, denn der Baugrund bereitet so einige Schwierigkeiten. Darauf wiesen Mayer und die Geschäftsführerin der Genossenschaft, Ulrike Verspohl, beim Festakt auf dem Baugelände hin, der musikalisch von einem Bläser-Quartett des Musikvereins Oos umrahmt wurde. So erfordert der kräftige Grundwasser-Zustrom die Abschottung des Baufelds durch eine große Bohrpfahlwand. Auch die Belastung des Bodens verlangt besondere Maßnahmen.

Noch Spezialarbeiten nötig

Daher müssen in diesem Jahr noch diverse Spezialtiefbauarbeiten durchgeführt werden, erst im Februar 2019 kann man mit den eigentlichen Rohbauarbeiten beginnen.

Mit der Wohnanlage am Ooswinkel will die Baugenossenschaft für die "überfällige Erweiterung" ihres Wohnbestands im Ooswinkel sorgen, betonte Verspohl. Der Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs sieht auf dem ehemaligen Bauhofgelände die Erstellung von zwei parallelen Baukörpern auf einer gemeinsamen Tiefgarage zwischen Oosufer und Grüner Einfahrt vor.

Die geplanten 42 Wohnungen in verschiedenen Größen (zwei, drei und vier Zimmer) werden nach Süden oder Westen ausgerichtet und - mit Ausnahme der Maisonette-Wohnungen - barrierefrei gestaltet. Alle Wohneinheiten werden zudem mit Fußbodenheizungen ausgestattet.

Entstehen sollen auch ein Veranstaltungsraum sowie Räume für die Geschäftsstelle der Baugenossenschaft. Die Fertigstellung ist in der ersten Hälfte 2020 geplant, die Gesamtkosten betragen voraussichtlich mehr als 14 Millionen Euro. Thomas Schwarz, der neue Leiter des städtischen Fachbereichs Planen und Bauen, würdigte gestern die Investition der Baugenossenschaft als "Beitrag zur Entspannung der Wohnungsmarktsituation in Baden-Baden". Dass dabei auch ein Architekturwettbewerb durchgeführt worden sei, unterstreiche das Bemühen um städtebauliche Qualität.

Foto: Zorn

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