GEW kritisiert AfD-Meldeplattform
GEW kritisiert AfD-Meldeplattform
Stuttgart/Rastatt (lsw/red) - Nach der Hamburger AfD hat auch die AfD in Baden-Württemberg eine Meldeplattform gegen Lehrer online gestellt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Kreis Rastatt/Baden-Baden, hat die Lehrer-Meldeplattform kritisiert.

Am Donnerstag schaltete der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple das Portal frei, auf dem Schüler Pädagogen melden können, die ihrer Meinung nach im Unterricht gegen die AfD hetzen. Auch Studenten können dort Professoren anprangern. Der GEW-Kreisverband warf der Partei "Methoden totalitärer Regime" vor und bot den eigenen Mitgliedern Unterstützung an, sollten sie von entsprechenden Meldungen betroffen sein. Wie berichtet, hatte die AfD dazu aufgerufen, Lehrer zu melden, die im Unterricht ihrer Auffassung nach gegen die Partei "hetzen".

GEW warnt vor übereilter Panik

Die GEW erinnert im Gegenzug daran, dass es ein reguläres Beschwerderecht für jedermann gebe - die zuständigen Behörden seien verpflichtet, Beschwerden "in gehöriger Weise nachzugehen". Auch ruft die Gewerkschaft Lehrer dazu auf, sich jetzt nicht einschüchtern zu lassen. "Übereilte Panik und Angst davor, im Unterricht anzuecken, sind jetzt nicht das Gebot der Stunde."

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