PFC: Erkenntnis auch für Gernsbach?
PFC: Erkenntnis auch für Gernsbach?

Gernsbach (stj) - Nachdem das baden-württembergische Sozialministerium vergangene Woche die ersten Ergebnisse der Blutkontrolluntersuchungen auf poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC) vorgestellt, hat Irene Schneid-Horn (SPD) im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) nachgefragt, ob sich aus den Ergebnissen auch Erkenntnisse für den Bereich Gernsbach ableiten lassen.

Das Ergebnis der Untersuchung lautete, wer Obst und Gemüse von Böden mit PFC-Eintrag verzehrt, muss kaum mit erhöhten Konzentrationen im Blut rechnen. Verunreinigtes Trinkwasser hingegen kann problematisch sein. Für ein mögliches Krebsrisiko gibt es aber weiterhin keine belastbaren Hinweise.

In diesem Zusammenhang fragte Schneid-Horn: "Wie sind die Empfehlungen zum Umgang mit Leitungswasser?" Sie betonte, es gebe seitens der Bevölkerung entsprechenden Aufklärungsbedarf.

Vorderes Murgtal: Verzehr des Trinkwassers unbedenklich

Bauamtsleiter Jürgen Zimmerlin verwies darauf, dass sich die Verbraucher im Bereich des Wasserversorgungsverbands Vorderes Murgtal keine Sorgen machen bräuchten: Das gelieferte Wasser entspreche der Trinkwasserverordnung, der Verzehr sei unbedenklich; PFC sei nur in sehr niedrigen Konzentrationen, deutlich unterhalb der gesundheitlichen Leit- und Orientierungswerte, nachweisbar. Die Stadt Gernsbach werde beim Thema PFC intensiv und gut vom Rastatter Gesundheitsamt begleitet, so Zimmerlin.

Bürgermeister Julian Christ zeigte sich in diesem Zusammenhang etwas verärgert über die jüngst vom Sozialministerium publizierte Mitteilung, in der es um die Blutkontrolluntersuchungen von Probanden aus der Region ging (wir berichteten). Die Pressemitteilung des Ministeriums habe in der Bevölkerung für Verunsicherung gesorgt.

Symbolfoto: dpa

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