Bessere Busanbindung für SWR
Bessere Busanbindung für SWR
Baden-Baden (hez) - Nachdem in den nächsten Jahren durch umfangreiche Baumaßnahmen rund 600 Parkplätze auf dem Betriebsgelände des Südwestrundfunks (SWR) wegfallen werden, soll der Standort nun besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden werden. Damit wird sich demnächst der Gemeinderat befassen.

Der SWR ist mit seinen rund 1.800 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Kurstadt. Nun stehen dort erhebliche Baumaßnahmen bevor: Schaffung des großen Medienzentrums, Umwandlung eines Teils des bisherigen Geländes in ein Wohngebiet ("Wohnen am Tannenhof").

Dadurch fallen viele Parkplätze weg, was ein Problem darstellt, da derzeit die meisten SWR-Beschäftigten mit dem Auto zur Arbeit fahren. Die Busse der Stadtwerke hingegen werden kaum genutzt. Dies liegt auch an den sehr unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen beim Sender.

Darum wurde jetzt ein Mobilitätskonzept erarbeitet, das die Pkw-Nutzung der SWRler beim Weg zur Arbeit erheblich reduzieren soll - zum Beispiel durch Mitfahr-Apps, durch die Bewirtschaftung der noch vorhandenen Parkplätze und durch den Einsatz von Pedelecs. Ein ganz zentraler Baustein soll aber die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sein, verbunden mit dem Angebot von Jobtickets.

Erweiterung des Fahrplans vorgesehen

Doch dazu ist eine bessere Anbindung des SWR-Geländes an das städtische Busnetz erforderlich. Um dies zu erreichen, empfiehlt die Verwaltung eine Verstärkung des Busverkehrs im Bereich zwischen Stadtmitte und SWR. Hier ist eine Erweiterung des Fahrplanangebots vorgesehen, um auch bestehende Taktlücken zu schließen.

Die Verwaltung betont, dass alle zusätzlichen Fahrten als reguläres Fahrplanangebot gelten sollen und somit auch von allen Fahrgästen genutzt werden können. Die erwarteten Kosten für diese Fahrplanverdichtung belaufen sich auf etwa 70.000 Euro jährlich.

Symbolfoto: dpa

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