Flutmulde zum Erhalt bedrohter Vogelarten
Bedrohte Art: Der Große Brachvogel ist ein Wiesenbrüter.  Foto: Dannenmayer
Bühl (red) - Das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) ergreift weitere Maßnahmen zum Schutz bedrohter Vogelarten im Aarbruch bei Bühl. So werden im dortigen Vogelschutzgebiet "Acher-Niederung" in den kommenden Tagen Landschaftspflegearbeiten im Auftrag des RP durchgeführt.

Einst waren im Aarbruch Wiesenbrüter wie der Kiebitz oder der Große Brachvogel, die ihre Nester auf dem Boden ablegen, in hoher Anzahl anzutreffen. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Bestände stark abgenommen, führt das RP aus: "Aktuell brüten in diesem Gebiet nur noch zwei bis drei Paare des Großen Brachvogels."

Um den Aarbruch für Wiesenbrüter "attraktiver zu gestalten", habe das RP 2017 erste Maßnahmen umgesetzt. Weitere seien in Abstimmung mit der Stadt Bühl und der Gemeinde Rheinmünster für dieses Winterhalbjahr geplant: So wird ein ortsansässiger Landschaftspflegebetrieb eine Heckenpflege entlang des Bachs durchführen und eine sogenannte Flutmulde anlegen. "Mulden, in denen nach größeren Regenperioden im Frühjahr längere Zeit das Wasser steht, erleichtern Wiesenbrütern die Nahrungssuche und bieten auch vielen Zugvögeln einen wichtigen Rast- und Nahrungsraum", heißt es weiter.

Die Maßnahmen werden im RP von Lena Zech, Referat Naturschutz und Landschaftspflege, koordiniert. Martin Boschert, vom Bühler Büro Bioplan und die Pflegemanagerin Cornelia Kropp begleiten die Arbeiten vor Ort.

Foto: Dannenmayer

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