"Weiter so ist eine Katastrophe"
'Weiter so ist eine Katastrophe'
Rastatt (kli) - Auf Einladung der Linken kam Ex-Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi nach Baden. Im Rantastic in Haueneberstein las er aus seiner Autobiografie "Ein Leben ist zu wenig". Mit BT-Redakteur Dieter Klink sprach der 70-Jährige in Rastatt über seine Partei und den früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert.

Kritik übte er an der "Aufstehen"-Bewegung von Sahra Wagenknecht. "Ich verstehe nicht, warum Sahra und Oskar das alleine gemacht haben", sagte Gysi dem Badischen Tagblatt. Man könne immer Menschen für einzelne Themen gewinnen. "Wenn man aber versucht, die Themen von A bis Z anzubieten, scheitert es. Dafür gibt es Parteien." Das Zusammenführen von linken Sozialdemokraten, Linken und Grünen sei zwar eine gute Idee. "Dafür gibt es aber bereits Gesprächskreise."

Das maue Wahlergebnis der Linken in Bayern ist für Gysi mehr als ein Warnsignal. "Die regierenden Parteien begreifen nicht, welche Stimmung in der Bevölkerung herrscht. Das "Weiter so" ist die blanke Katastrophe. Wir haben das im Bund mit der Fortsetzung der großen Koalition, als ob es keine Wahl gegeben hätte, und in Bayern will die CSU mit den Freien Wählern zusammengehen, also mit der CSU light. Das heißt, sie werden nicht einmal den Mut haben, mit den Grünen zusammenzugehen, um mal einen Wechsel zu vollziehen. Die Linke muss auswerten: Warum gilt sie zu wenig als Gegenüber zur AfD, sondern eher die Grünen?"

Das gesamte Interview lesen Sie in  der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts oder im E-Paper.

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