Wasser im Rhein knapp: Bisherige Tiefststände unterschritten
Wasser im Rhein knapp: Bisherige Tiefststände unterschritten

Karlsruhe/Rastatt (lsw/red) - Nach monatelanger Dürre ist der Pegel des Rheins in Karlsruhe auf einen Tiefststand gefallen. Mit 3,14 Metern am Donnerstagvormittag (Pegel Maxau) wurde nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg der Wert vom 22. September 2003 von 3,20 Metern unterschritten.

Dieser markiert den niedrigsten Wert in der Periode von 1996 bis 2005. Ein noch niedrigerer Wasserstand war am 27. September 1972 mit 3,02 gemessen worden. Der mittlere Wasserstand des Rheins am Pegel Maxau beträgt 5,16 Meter. Noch im Januar hatte es Hochwasserwellen mit Pegelständen über 8,5 Meter gegeben.

Neuer Tiefststandrekord bei Plittersdorf gemessen

In Plittersdorf bei Rastatt lag der Wasserpegel am frühen Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr bei 2,17 Metern. Der niedrigste zuvor gemessene Wasserstand an dieser Stelle stammt aus dem Jahr 1997. Am 10. Oktober stand das Wasser bei 2,52 Metern.

Rheinfähre bei Plittersdorf bis auf weiteres außer Betrieb

Die Rheinfähre bei Plittersdorf ist bis auf weiteres außer Betrieb, teilt der Conseil Départemental du Bas-Rhin mit. Grund: Niedrigwasser.

Schifffahrt beeinträchtigt

Der niedrige Wasserstand beeinträchtigt zunehmend die Schifffahrt. Mehrere Rheinfähren haben ihren Betrieb eingestellt. Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung liegt es in der Verantwortung der Frachtschiffführer, ihre Ladung an die Fahrrinnentiefe anzupassen.

Auch am Bodensee steht das Wasser tief

Auch der Wasserstand des Bodensees hat einen niedrigen Wert erreicht. Er betrug am Pegel Konstanz am Donnerstagvormittag 2,88 Meter, allerdings noch deutlich über dem niedrigsten Stand im Zeitraum 1980 bis 2010. Dieser lag bei 2,29 Meter am 15. Februar 2006.

Foto: Lauser

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