"Augenblick mal!": Baden-Baden doch nicht ganz so wie früher
'Augenblick mal!': Baden-Baden doch nicht ganz so wie früher

Baden-Baden - Ja, da hatte man gedacht, nach der Leopoldsplatz-Sanierung werde alles so wie früher: Die Busse fahren wieder auf ihren gewohnten Strecken, die Lichtentaler Allee gehört vermehrt Spaziergängern und Radfahrern, überaus beliebte traditionelle Großveranstaltungen wie die Parknacht oder der Flohmarkt in der Kaiserallee können die Menschen erfreuen. So war es zumindest über lange Zeit versprochen worden. Doch Pustekuchen! Von diesen Hoffnungen müssen sich die Baden-Badener wohl verabschieden, denn in der Innenstadt wird weiter eifrig gebaut.

Sanierungen statt Rückkehr der Parknacht auf die Allee

So sind in den nächsten Monaten Sanierungsarbeiten in Luisen- und Inselstraße geplant (wir berichteten). Daher wird man die derzeitige Umleitungsstrecke der Busse durch die Allee zumindest für einen Teil des Nahverkehrs weiter verwenden müssen. Also wird es nach Auskunft der Stadt "sehr wahrscheinlich" 2019 nicht zur erwarteten Rückkehr der Philharmonischen Parknacht auf die Allee-Wiesen kommen und die Gönneranlage weiter als Ausweich-Konzertbühne herhalten müssen.

Eigenartige Vorbehalte seitens der Stadt

Das Oldtimer-Meeting muss auch im kommenden Jahr wieder in einen Teil der Lichtentaler Allee ausweichen. Und der Flohmarkt in der Kaiserallee, der sich zu einem speziellen Aushängeschild der Kurstadt entwickelt hat? Die "Floh-Fans" warten schon ganz ungeduldig auf den Wiederbeginn nach der zweijährigen Unterbrechung. Die auch in Hinblick auf das Aus für den Flohmarkt auf dem Waldseeplatz ins Leben gerufenen Standorte in der Cité und am Bauhof können keinen adäquaten Ersatz bieten. Doch laut Pressestelle der Stadt wird es eine Rückkehr des Flohmarktes in die Kaiserallee in der alten Ausdehnung am früheren Standort 2019 nicht geben. Eine Arbeitsgruppe suche aber nach Alternativen. Nun, da kann man nur das Beste hoffen, schließlich wäre ein weiterer Verzicht auf einen derartigen Besuchermagneten keine Werbung für Baden-Baden. Doch eine Alternativsuche war schon vor zwei Jahren nicht erfolgreich. So etwas kann nur gelingen, wenn man auch einen wirklichen attraktiven Standort anbietet: vor dem Kurhaus zum Beispiel. Dazu müssten aber manche Leute in der Stadt über ihren Schatten springen, denn nach wie vor gibt es hier eigenartige Vorbehalte gegen Freiluft-Floh- und Antikmärkte im zentralen Kurbereich.

BT-Redakteur Henning Zorn hat in der BT-Rubrik "Augenblick mal!" das geballte Baustellen-Aufkommen in Baden-Baden betrachtet.

Symbolfoto: red

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