Schleierfahndung im Grenzgebiet
Schleierfahndung im Grenzgebiet
Offenburg/Rastatt (red) - Mit dem Ziel der Bekämpfung der illegalen Migration, der grenzüberschreitenden Betäubungsmittel-, Waffen- und Eigentumskriminalität führte die Bundespolizei eine mehrstündige gemeinsame Fahndungsaktion im grenznahen Raum zu Frankreich durch. Auch in Iffezheim machten die Beamten am Donnerstag Station.

Die Bundespolizei setzte dabei auf die sogenannte Hubschraubersprungfahndung. Diese Fahndungsart gilt als eine der effektivsten Formen im Rahmen einer Schleierfahndung. Die Einsatzkräfte konnten auf diesem Wege schnell eine Kontrollstelle aufbauen und so den Ortenaukreis, den Landkreis Rastatt sowie den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und dem Regierungsbezirk Freiburg nach möglichen Straftätern absuchen.

Zwei gesuchte Straftäter festgenommen

Die Bundespolizei nahm dabei zwei gesuchte Straftäter fest, die wegen Beleidigung sowie Verstoß gegen das Waffengesetz per Haftbefehl gesucht wurden. Zudem registrierten die Beamten vier Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, wonach zwei afghanische und zwei georgische Staatsangehörige unerlaubt ins Bundesgebiet eingereist waren.

Griffbereit hatten zehn Personen verbotene Gegenstände wie Schlagringe, Pfeffersprays, Einhandmessern sowie Teleskopschlagstöcken im Fahrzeug gelagert.

Bundespolizei plant weitere Grenzkontrollen

Zwei Fahrzeugführer bekamen darüber hinaus eine Anzeige, da sie nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis waren. Sie mussten ihr Auto stehen lassen. Einem Fahrzeugführer wurde der Einfluss berauschender Mittel nachgewiesen, und auch er bekam eine Anzeige.

Die Hubschraubersprungfahndung findet nach Angaben der Bundespolizei bereits seit Jahren sehr erfolgreich im Grenzraum zur Schweiz statt und soll nun vermehrt auch im Grenzraum zu Frankreich zur Anwendung kommen.

Symbolfoto: dpa

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