Totes Rehkitz sorgt für Aufregung
Totes Rehkitz sorgt für Aufregung
Loffenau (ham) - Hat der Wolf als Einzeltäter in Loffenau zugeschlagen?

Förster Martin Hauser schließt zumindest dies aus. Das von einem Spaziergänger in Loffenau entdeckte Rehkitz sei nicht von dem eingewanderten Wolf getötet worden, betont der Wildtierbeauftragte des Landkreises Rastatt. "Die Todesursache ist eindeutig: Das Reh hat sich im Netzzaun eines kleinen Kartoffelackers selbst stranguliert", befindet Hauser nach einer ersten Inaugenscheinnahme.

Von wem stammen die Bissspuren?

Weil es aber auch Bissstellen an dem Rehkitz gibt, steht eine Untersuchung an. Bevor die Sorge um den einzelnen Wolf in der Region um sich griff, hätten Jäger "vor zwei Jahren noch erzählt, dass ein freilaufender Hund zugebissen hat". Ohne eindeutige Bissspuren und eine Größe der Bisse, die auf die Zahngröße schließen lässt, sei es aber schwierig, an einem "abgenagten Tier" den Täter zu ermitteln, erläutert der Experte vom Landratsamt.

Senckenberg-Institut entnimmt DNA-Proben

Um sich Klarheit zu verschaffen, forderte Hauser das spezialisierte Institut Senckenberg aus dem sächsischen Görlitz an. Es nahm gestern DNA-Proben von dem toten Tier, um womöglich zu ermitteln, ob ein Wolf oder ein Hund sich an dem Reh labte. Prinzipiell fände Hauser nichts Schlimmes daran, im Gegenteil: "Es wäre ja für die Schafhalter positiv, wenn sich der Wolf von Waldtieren ernährt."

Symbolfoto: dpa

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