Niedrigwasser legt Reste alter Holzbrücke frei
Seltener Anblick und nur bei extremem Niedrigwasser zu sehen: Reste der Stützpfeiler der früheren Holzkonstruktion.  Foto: Butz
Rastatt (hb) - Das derzeitige Niedrigwasser ermöglicht an der Plittersdorfer Altrheinbrücke seltene Ansichten: In der Mitte des Flusses sind alte Stützpfeiler zu sehen.

Während sich auf dem vorderen Pfeiler noch "Schwemmgut" des letzten Hochwassers verfangen hat, erkennt man durch den Niedrigwasserstand "freigelegte" Reste der Stützpfeiler der alten Ankerbrücke - diese sind nur sehr selten bei extrem wenig Wasser sichtbar.

Die ehemalige mächtige Holzbrücke war einst ein eindrucksvoller Beweis handwerklichen Könnens. Vielleicht stellte die Brücke sogar die erste feste Verbindung nach Abschluss der Rheinregulierung durch Tulla dar.

Die Holzbrücke wurde durch intensive Landwirtschaft und auch durch die Kriegsereignisse (Bau des Westwalls) schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der Wunsch, die inzwischen immer morscher werdende Brücke durch einen Neubau zu ersetzen.

Das Interesse daran war groß, vor allem unter den Fuhrleuten, die aus den Wäldern der Altrheininseln das Holz abfuhren. Aber auch für die Anhebung des Fremdenverkehrs zum Rhein und die Unterhaltung wirtschaftlicher Beziehungen über den Rhein hinweg war ein Neubau interessant. 1959 wurde die neue Ankerbrücke schließlich befahrbar.

Foto: Butz

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