Lange Staus auf der A5
Lange Staus auf der A5

Bruchsal (red) - Zwei Auffahrunfälle mit mehreren beteiligten Fahrzeugen sowie ein brennender Lkw und ein brennender Pkw haben am Mittwochmorgen weitgehend den Berufsverkehr auf der Autobahn 5 in beide Fahrtrichtungen mit dem Ziel Karlsruhe lahm gelegt. Wie die Polizei in einer Eilmeldung mitteilt, soll sich zudem gegen 13 Uhr auf der A5 in Höhe Ubstadt-Weiher (kurz vor Bruchsal) in südliche Richtung ein schwerer Unfall ereignet haben, bei dem ein Lkw auf ein stehendes Fahrzeug aufgefahren ist. Eine Person wurde im Fahrzeug eingeklemmt.

Gegen 6.15 Uhr wurden ein brennender Lkw auf dem Standstreifen zwischen Bruchsal und Karlsruhe-Nord und etwa 15 Minuten später ein ebenfalls in Flammen stehender Opel in gleicher Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen der Polizei gemeldet. Der Lkw hatte Getriebe- und Plastikteile geladen, deren Brand eine erhebliche Rauchentwicklung verursachte. Die Flammen konnten erst nach über einer Stunde durch die eingesetzten Feuerwehren unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden, teilt die Polizei am Mittag mit.

Schaden am Reifen und Motorschaden als Brandursachen

Der Lkw-Fahrer konnte sich aus seiner Fahrerkabine in Sicherheit bringen und blieb unverletzt. Ursächlich für den Brand des Sattelaufliegers dürfte nach Angaben des Fahrers ein Reifenschaden gewesen sein. Inwieweit der Asphalt durch die entstandene Hitze Schaden nahm muss noch geklärt werden. Der etwa 1,5 Kilometer vor dem betreffenden Lkw nahezu zeitgleich festgestellte Opel ging nach ersten Erkenntnissen wegen eines Motorschadens in Flammen auf. Auch hier konnte sich der Fahrer unverletzt retten und aus dem Fahrzeug in Sicherheit bringen.

Gesamtschaden von rund 200.000 Euro

Sowohl der Sattelauflieger als auch der Opel sind vollständig ausgebrannt. Nach ersten Schätzungen ist von einem Gesamtschaden von mindestens 200.000 Euro auszugehen. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Bruchsal von der Autobahn abgeleitet. Auch die Umleitungsstrecken waren unvermeidbar überlastet. Die Vollsperrung der Autobahn aus nördlicher Richtung wurde um 9.15 Uhr aufgehoben. Allerdings wurden hier um 10.40 Uhr noch 20 Kilometer Stau bis zum Walldorfer Kreuz gemeldet. Der ausgebrannte Lkw-Anhänger musste durch die Feuerwehr heruntergekühlt werden, ehe er abgeschleppt werden konnte. Die Bergung ist aktuell noch nicht abgeschlossen, so die Polizei. Der rechte Fahrstreifen ist deshalb weiterhin gesperrt.

Vollsperrung auch in Richtung Süden

Noch während der Löscharbeiten gegen 6.50 Uhr ereignete sich im Baustellenbereich Höhe Ettlingen in Fahrtrichtung Karlsruhe ein Auffahrunfall zwischen zwei Fahrzeugen. Im dahinter aufstauenden Verkehr kam es unmittelbar danach noch zu einem weiteren Unfall mit insgesamt sechs beteiligten Fahrzeugen, deren Insassen allesamt unverletzt blieben. Auch hier bildete sich ein bis zu 13 Kilometer langer Rückstau. Vier der sechs betroffenen Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden liegt bei zirka 50.000 Euro. Die notwendig gewordene Vollsperrung der A 5 aus Richtung Süden in Fahrtrichtung Karlsruhe wurde um 9.40 Uhr wieder aufgehoben. "Aufgrund des nur zögerlich abfließenden Autobahnverkehrs ist noch nicht mit einer tatsächlichen Entlastung des Verkehrs zu rechnen", heißt es von der Polizei.

Im Stau von Walldorf nach Karlsruhe soll sich um 11.15 Uhr ein weiterer Auffahrunfall auf dem linken Fahrstreifen zwischen drei beteiligten Fahrzeugen ereignet haben. Offensichtlich haben sich die Beteiligten selbst einigen können, da durch die Polizei vor Ort kein weiterer Unfall festgestellt werden konnte.

Symbolfoto: dpa

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