Neue Stellplatzvorgaben für Steinmauern
Neue Stellplatzvorgaben für Steinmauern
Steinmauern (mak) - Die Gemeinde Steinmauern will für mehr Ordnung und Sicherheit auf den Straßen im Ort sorgen. Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat eine Satzung, die für den gesamten Ort Gültigkeit besitzt.

Zunächst hatte sich nur der Technische Ausschuss anlässlich eines Bauvorhabens in der Rheinstraße mit der Problematik befasst. Dabei war deutlich geworden, dass die gesetzliche Stellplatzvorgabe von einem Stellplatz pro Wohneinheit nicht ausreichend ist.

Eine erhöhte Stellplatzverpflichtung gilt bereits in den Bereichen der Bebauungspläne "Wörtwiese" und "Breithölzer, Waldäcker", wo zwei Stellplätze für Wohnungen über 50 Quadratmeter vorgesehen sind. Im Bebauungsplangebiet "Kirchweg/Hauptstraße" sind 1,5 Stellplätze pro Wohnung vorgeschrieben.

Die Städtische Entwicklungsgesellschaft in Stuttgart (STEG) hat die Stellplatzsatzung entworfen und die übrigen Bereiche im Ort in drei Zonen eingeteilt. STEG-Mitarbeiterein Gabriele Kauß-Brockmann stellte die Satzung vor, die nur für neue Wohnungen gilt. Für bestehende Wohnungsinhaber ändert sich nichts.

In Zone eins sind Straßen ausgewiesen, in denen der Durchfahrtsverkehr in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung fließt. Da auch der öffentliche Nahverkehr diese Trassen nutzt, sei der öffentliche Parkraum "sehr eingeschränkt", so die Planerin. Für neue Wohneinheiten wird deshalb die Anzahl der notwendigen Stellplätze auf zwei erhöht.

In Zone zwei weisen die Straßen einen engen Querschnitt von unter acht Metern auf. Mit zunehmender Zahl an Fahrzeugen pro Wohneinheit habe der öffentliche Parkraum "deutlich seine Grenzen erreicht", ein ungehindertes Durchkommen von Rettungsfahrzeugen sei "sehr erschwert", wird in der Satzungsbegründung ausgeführt.

Die Straßen in Zone drei sind zwar breiter als in Zone zwei, dennoch besteht auch dort eine Konfliktsituation zwischen parkenden Autos und Rettungsfahrzeugen. Für neue Wohneinheiten müssen deshalb in dieser Zone künftig 1,5 Stellplätze geschaffen werden.

Symbolfoto: dpa

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