Vater und Sohn aus Baden sind Winzer des Jahres
Vater und Sohn aus Baden sind Winzer des Jahres
München/Fellbach (dpa) - Der Titel "Winzer des Jahres" geht in diesem Jahr an ein Vater-Sohn-Duo aus Baden. Fritz und Friedrich Keller aus Vogtsburg am Kaiserstuhl werden im Gault&Millau Weinguide ausgezeichnet, der am 13. November in München erscheint.

"Gemeinsam schreiben die Beiden die Geschichte fort - die Weine sind expressiver und persönlicher denn je", urteilten die Experten. Dafür gab es vier von fünf möglichen Trauben. Vier Trauben stehen für "Deutsche Spitze", fünf wären "Weltklasse".

"Aufsteiger des Jahres" wurde Albert Behler vom Weingut Karthäuserhof in Trier, das aus Sicht der Tester an Strahlkraft verloren hatte und unter Behler eine "Wiedergeburt" erlebte. "Entdeckung des Jahres" kommt aus Rheinhessen

Simone Adams übernahm 2010 nach dem Tod des Vaters über Nacht das Familienweingut AdamsWein und stellte es aus Sicht der Weintester konsequent neu auf. Sieben Weine erhielten in diesem Jahr die Höchstnote von 100 Punkten.

Für den Gault&Millau Weinguide 2019 hat ein 18-köpfiges Team 1.065 Weingüter und 11.500 Weine getestet.

Sechsmal Gold sowie je dreimal Silber gehen nach Baden-Württemberg

Zeitgleich wurde der 32. Deutsche Rotweinpreis vergeben. Auch hier sind Baden-Württemberger an der Spitze. Die Weingärtner aus Württemberg und die Winzer aus Baden übertreffen mit sechsmal Gold sowie je dreimal Silber und Bronze sogar noch das Ergebnis vom Vorjahr. Württemberg erwies sich in dem vom Fachmagazin "Vinum" seit 1987 veranstalteten Wettbewerb sogar am erfolgreichsten und löste mit viermal Gold und je dreimal Silber und Bronze die Pfalz (1-2-1) als bestes deutsches Weinanbaugebiet ab.

Ganz oben bei der Siegerehrung am kommenden Samstag in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) stehen in der Kategorie Cuvées das Staatsweingut Weinsberg, die Doppelsieger Weingut Leiss (Weinsberg-Gellmersbach) und Graf Neipperg (Schwaigern) in der Kategorie Lemberger sowie Karl Haidle (Kernen-Stetten) bei den Neuzüchtungen. Aus Baden können das Weingut Seeger (Leimen) bei den unterschätzten Sorten und das Weingut Becker (Malsch) in der Königsdisziplin Spätburgunder auf den Sieg anstoßen.

1.550 Weine stehen zur Verkostung

Zwei Gewinner stellt das Anbaugebiet Rheinhessen (2-0-2), und zwar in den Kategorien Internationale Klassiker (Cabernet Sauvignon vom Weingut Peth-Wetz, Bermersheim) und Edelsüß (Eiswein Spätburgunder Blanc de Noir vom Weingut Gröhl, Weinolsheim). Für die Pfalz war das Weingut Bernhart (Schweigen) bei den Klassischen deutschen Sorten mit einem St. Laurent nicht zu schlagen.

Der Sonderpreis für den "Newcomer des Jahres" geht an Philipp Wittmann aus Westhofen. Die Deutschen Rotweinpreise werden am 3. November in der Schwabenlandhalle in Fellbach vergeben. In diesem Jahr waren 1.550 Weine angestellt worden.

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