Für die Kita wird die Ortseinfahrt versetzt
Für die Kita wird die Ortseinfahrt versetzt
Rastatt (dm) - Der Neubau einer siebengruppigen Kindertagesstätte am südlichen Ortsrand von Plittersdorf ist einer der Schwerpunkte der weiteren Dorfentwicklung. Das Vorhaben bedingt indes Eingriffe an der Ein- beziehungsweise Ausfahrt des Riedstadtteils. Zur Erhöhung der Sicherheit in dem Bereich soll vor allem das Tempo des Verkehrs gedrosselt werden - damit verbunden ist die Verlegung der Ortsgrenze um 200 Meter Richtung Süden (ortsauswärts).

Dies ermöglicht erst den Umbau zur Erschließung des Kita-Areals und des dortigen Sportgeländes, wie er nun geplant ist. Das Regierungspräsidium hat bereits zugestimmt. Der Verkehr an dieser Stelle würde andernfalls zu hohes Gefahrenpotenzial bergen. Bei einer 24-stündigen Verkehrszählung im Februar wurden auf der Riedstraße 2.820 Fahrzeuge registriert, darunter 44 Laster, das sind mehr als im Vorjahr, die Tendenz ist also steigend. In der Spitzenstunde zwischen 16.30 und 17.30 Uhr waren es 292 Kfz, die gefahrenen Geschwindigkeiten - begünstigt durch die geradlinige Straßenführung - wird als zu hoch angesehen.

Fahrbahnteiler soll schnelles Beschleunigen verhindern

Deshalb soll nun auf Höhe des Sportplatzes ein Fahrbahnteiler mit Fahrbahnverschwenkung gebaut werden, der auch den ortsauswärts fahrenden Verkehr betrifft und damit frühzeitiges Gasgeben verhindern soll.

Geplant ist zudem, die Straße zu verschmälern und auf der gewonnenen Fläche einen Radfahrer-Schutzstreifen auszuweisen. Fußgängerüberwege sollen besonders für Kindergartenkinder eine begreifbare Querungsmöglichkeit schaffen.

Die geplante "Vorzugsvariante", der der städtische Umwelt- und Verkehrsausschuss nun grünes Licht gab, sieht Anbindung und Erschließung der Kita und der Altrheinhalle an die L78a/Riedstraße über einen Mini-Kreisverkehr mit 16 Metern Durchmesser und begrünter Mittelinsel im südlichen Ast vor, die für den Schwerlastverkehr zum Teil überfahrbar bleiben muss.

Kein Parkplatz vor Kita: Elterntaxi soll vermieden werden

Bei der Planung werde vornehmlich darauf geachtet, dass der Kindergarten bestmöglich für den Fuß- und Radverkehr erschlossen wird, einen eigenen Kfz-Parkplatz soll es dort nicht geben, um Elterntaxis direkt vor der Kita zu vermeiden. Vor der Altrheinhalle stünden genügend Parkplätze zur Verfügung. Es soll die Motivation gesteigert werden, die Kinder ohne motorisierte Fahrzeuge zur Einrichtung zu bringen, erläuterten Stadtverwaltung und Planungsbüro.

Auf rund 950.000 Euro werden die Kosten der verkehrlichen Erschließung geschätzt, im dritten Quartal 2022, pünktlich zur Eröffnung der Kita, sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

Foto: Melcher

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