Uhren-Bande: Drei Männer vor Gericht
Uhren-Bande: Drei Männer vor Gericht

Baden-Baden (red) - Drei Männer müssen sich ab kommenden Freitag, 9 Uhr, vor dem Landgericht Baden-Baden wegen Vorwürfen des schweren Bandendiebstahls in zwei Fällen sowie des schweren Raubes in Tateinheit mit Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Derzeit befinden sich die drei Angeklagten in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Baden-Baden mitteilte.

Nachdem zunächst mehrere Juweliergeschäfte in Baden-Baden von den Angeklagten ausgekundschaftet worden seien, sollen zwei der drei Angeklagten, dem gemeinsamen Tatplan entsprechend, Ende Januar 2018 ein Juweliergeschäft in der Sophienstraße betreten haben und gegenüber der allein im Ladengeschäft tätigen Verkäuferin vorgetäuscht haben, sich für höherwertige Herrenarmbanduhren zu interessieren.

Diebe fesseln Verkäuferin

Nachdem die Verkäuferin den Tresor geöffnet und einige Uhren zu Anschauungszwecken herausgenommen hatte, sollen die Männer die Verkäuferin gepackt, ihre Arme auf dem Rücken gefesselt und sie anschließend in der Toilette des Ladengeschäfts eingesperrt haben. Anschließend sollen die zwei Angeklagten aus dem offenen Tresor und den Vitrinen unter anderem Uhren, Schmuck, Edelsteine und Luxus-Mobiltelefone im Verkaufswert von insgesamt über 1,1 Millionen Euro an sich genommen haben.

Teil der Beute nach Litauen überführt

Nachdem einer der Männer Reizgas im Laden versprüht haben soll, wodurch die Verkäuferin Übelkeit erlitt, seien die zwei Angeklagten mit der Tatbeute geflüchtet, so die Staatsanwaltschaft weiter. Einen Teil der Beute soll der dritte Angeklagte anschließend entgegengenommen und zu Verwertungszwecken nach Litauen gebracht haben - dem Herkunftsland der drei Angeklagten. Im Vorfeld des Raubüberfalls sollen die Männer zwei Pkw aufgebrochen und gestohlen haben, um diese zum Auskundschaften und als etwaige Fluchtfahrzeuge zu verwenden (wir berichteten).

Foto: hli

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