KSC und Supporters Karlsruhe reagieren mit Unverständnis auf DFB-Ermittlungen
KSC und Supporters Karlsruhe reagieren mit Unverständnis auf DFB-Ermittlungen
Karlsruhe (fk/red) - Nachdem der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ermittlungen gegen den Karlsruher SC wegen der Pyroshow am vergangenen Samstag nach dem Heimspiel des KSC zum Abschied des Wildparkstadions eingeleitet hat, haben sich nach dem KSC selbst nun auch die "Supporters Karlsruhe 1986" zu Wort gemeldet und auf die Ermittlungen mit Unverständnis reagiert. Der DFB selbst bestätigte auf BT-Anfrage lediglich die Einleitung der Untersuchung, wollte aber zu den Gründen keine Stellung nehmen, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.


Der vereinsunabhängige Fandachverband "Supporters Karlsruhe 1986" hatte die Pyroshow, bei der knapp 180 bengalische Fackeln im weiten Rund des Wildparks entzündet wurden, initiiert und abgehalten. Die Ermittlungen des DFB weist der Vorstand der Supporters Karlsruhe entschieden zurück. Die Veranstaltung sei "angemeldet und letztlich durch die Stadt- und Ordnungsbehörden genehmigt" worden. Für das Abbrennen der Handfackeln im Stadioninnenraum sei explizit eine weitere Genehmigung eingeholt worden.

Supporters: Fackelträger waren eingewiesen

"Die Fackelträger waren im Vorfeld eingewiesen und die Standposition jedes einzelnen festgelegt. Eine entsprechend positiv ausgefallene Stellungnahme eines Pyrotechnikers lag außerdem im Zuge des Genehmigungsprozesses vor", unterstreicht der Fanverein in seiner Mitteilung. Zudem sei die Abschiedsveranstaltung unabhängig vom Spiel des KSC gegen die Würzburger Kickers (Endstand 2:1) und nach dessen offiziellen Ende erfolgt.

Verabschiedung war Zweitveranstaltung

Ähnlich hatte bereits gestern der KSC argumentiert. Der Verein habe die Stadionverabschiedung als Zweitveranstaltung angemeldet, wie KSC-Pressesprecher Florian Kornprobst auf BT-Nachfrage bestätigte. Daher gehe man davon aus, dass die Pyroshow nicht in den Zuständigkeitsbereich des DFB fällt.

Weiter führte der KSC in einer Pressemitteilung aus, dass der Stadionsprecher nach der Pressekonferenz das Meisterschaftsspiel mit einer Durchsage formal und ordnungsgemäß beendet habe. Danach fand im Stadion eine neue Veranstaltung "Abschied Wildparkstadion" statt. Diese sei ein separates Event gewesen.

Die Supporters Karlsruhe verdeutlichten zudem in ihrer Stellungnahme, dass "wir als Verein nicht dem Deutschen Fußball-Bund angeschlossen sind" und daher "jegliche Einmischung und Ermittlung des Fußballverbandes bezüglich unserer Veranstaltung entschieden zurückweisen".

DFB-Kontrollausschuss entscheidet nach Stellungnahme

Vom DFB hieß es am Mittwoch auf Anfrage des Badischen Tagblatts man habe in einem ersten Schritt den KSC um eine Stellungnahme zu den Vorgängen rund um die Pyroshow gebeten. Diese werde nach Erhalt zunächst ausgewertet und der Kontrollausschuss werde dann über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Fotos: GES

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