Jugendliche kommen immer noch leicht an Alkohol
Jugendliche kommen immer noch leicht an Alkohol
Rastatt (red) - Von sieben kontrollierten Rastatter Betrieben haben vier hochprozentige Alkoholika oder Tabakwaren an einen jugendlichen Testkäufer verkauft und damit gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen. Das ist das Ergebnis von Jugendschutzkontrollen, die die Stadt Rastatt in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Offenburg am Montag durchgeführt hat.

Im Rahmen der städtischen Alkoholprävention wurde ein speziell geschulter jugendlicher Testkäufer in Lebensmitteldiscounter, Tankstellen und Gaststätten geschickt, um dort hochprozentige Alkoholika und Zigaretten zu kaufen. Erstmals hatte man in Rücksprache mit der Polizei auf ein vorheriges Anschreiben der Betriebe sowie eine vorherige Presseberichterstattung verzichtet. Im Ergebnis konnte in Rücksprache mit der Polizei kein Unterschied festgestellt werden, teilt die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Betriebe müssen Bußgeld zahlen

Drei der kontrollierten Einrichtungen - zwei Lebensmitteldiscounter und eine Tankstelle - fielen positiv auf: Dort hat man sich, wie gesetzlich vorgeschrieben, an Ausweiskontrollen gehalten und der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke oder Tabakwaren wurde verweigert. Gegen die vier beanstandeten Betriebe werden Bußgeldverfahren eröffnet. Außerdem wiesen Polizei und Stadt die kontrollierten Betriebe darauf hin, dass jederzeit mit erneuten Überprüfungen und Nachkontrollen zu rechnen ist.

Weitere Kontrollen geplant

Wie der Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Rastatt mitteilt, werden auch in Zukunft unregelmäßige Kontrollen stattfinden. Kontrolliert werden sollen die bereits auffällig gewordenen Betriebe, aber auch andere Geschäfte, soweit der Polizei oder der Stadt Hinweise auf Verstöße vorliegen.

Symbolfoto: dpa

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