Kompostwerk will Kapazität vervierfachen
Kompostwerk will Kapazität vervierfachen
Iffezheim (mag) - Das Kompostierwerk beim Forlenhof soll modernisiert und erweitert werden. Hierzu ist ein weiterer Bebauungsplan notwendig, da die Erweiterung die Grenzen des bisherigen Plans sprengt. Einstimmig brachte der Iffezheimer Gemeinderat am Montagabend das Verfahren auf den Weg.

Die Südbadische Kompostierungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (SKV), die inzwischen zur Eggersmann-Gruppe gehört, betreibt das Kompostierwerk, in dem der Biomüll des Landkreises Rastatt verwertet wird. Das bei der Rotte des Bioabfalls entstehende Gas speist ein Blockheizkraftwerk. Die jährliche Verarbeitungsleistung beträgt 18.000 Tonnen. Sie soll auf 70.000 Tonnen vervierfacht werden, denn die Eggersmann-Gruppe hat sich um die Verwertung des Bioabfalls aus dem Landkreis Karlsruhe beworben, wie Bürgermeister Christian Schmid erläuterte.

Jetzt sollen sieben Rottetunnel und ein Kompostierplatz im Freien entstehen. Die dafür erforderliche Fläche liegt am nordöstlichen Ende des Gebäudekomplexes und grenzt an die "Forlenspitzen". Die bestehende Anlage wird zudem modernisiert. Motorlärm durch Anlieferung und Umsetzen des Komposts soll nur zwischen 6 und 22 Uhr. Durch den Einsatz von Gigalinern werde die Anzahl der Lkw-Fahrten reduziert. Unterdruck im Gebäudeinnern und neue Filtertechniken sollen die Geruchsemissionen unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen halten.

Ein zehn Meter breiter Waldsaum soll das Gebiet zum "Forlenspitzen" hin abgrenzen. Er dient gleichzeitig als Ersatzhabitat für die Bechsteinfledermaus. Der vermutete Große Feuerfalter konnte auf dem überplanten Gebiet nicht gefunden werden.

Foto: Greß

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