Karlsruher Marktplatz erhält bis Ende 2020 ein neues Gesicht
Karlsruher Marktplatz erhält bis Ende 2020 ein neues Gesicht
Karlsruhe (red) - Das Projekt "Der Karlsruher Marktplatz von morgen" hat Fahrt aufgenommen. Mit der Veröffentlichung der EU-weiten Ausschreibung geht die Neugestaltung des Marktplatzes in die Umsetzung.

Wie die Stadt am Mittwoch mitteilt, können sich seit Anfang dieser Woche Unternehmen auf das Vorhaben bewerben. Der Gemeinderat entscheidet dann Anfang März, wer das Bauprojekt umsetzen soll. Baubeginn ist für April 2019 geplant, Ende 2020 sollen die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen sein.

Für die Neugestaltung des Marktplatzes müsse zuvor viel in die Hand genommen werden: Bevor Pflasterer das Belagsmuster auf insgesamt 7.000 Quadratmeter Fläche bringen, seien umfangreiche Leitungsarbeiten im Untergrund notwendig, heißt es von der Stadt.

Unterirdisches Trinkwassernetz kann angezapft werden

Für die spätere Nutzung des Marktplatzes - für den Weihnachtsmarkt, aber auch für eine Reihe von Veranstaltungen in den wärmeren Monaten - erhält dieser eine komplett neue Entwässerung und ein dichtes unterirdisches Netz von elektrischen und Trinkwasser führenden Leitungen. Diese können bei Veranstaltungen mittels sogenannter "Senkelektranten" - eine Wortkombination aus "versenkbar", "elektrisch" und Hydrant" - angezapft werden und verschwinden nach einer Veranstaltung wieder unsichtbar in der Marktplatz-Oberfläche, erklärt die Stadt.

Wasserspiele sollen im Sommer für Abkühlung sorgen

Auf einer Fläche von 220 Quadratmetern zwischen Pyramide und Kaiserstraße werden zudem die Voraussetzungen für die Wasserspiele installiert. Sie sollen den Platz nicht optisch aufwerten, sondern sie sorgen an heißen Tagen auch für eine Abkühlung.

Vier Steinformate mit drei Farbvariationen

Ist unterirdisch alles untergebracht, geht es an die "Außenhaut" des Marktplatzes. Zum Einsatz kommen vier Steinformate mit drei Farbvariationen. Zunächst werden innerhalb eines rechteckigen Abschnitts um die Pyramide etwa 3.000 Quadratmeter in Angriff genommen. Hier wird ein kleinteiliges Pflasterband verlegt, das 16 Steinkombinationen in unterschiedlichen Größen und Farben aufweist.

Auch während der Bauarbeiten an der "guten Stube" bleiben laut Stadt für Fußgänger Wege zur Querung erhalten, und auch die Außenbewirtung wird in dieser Phase möglich sein.

Visualisierung: Mettler Landschaftsarchitektur

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