Revision im Schwimmlehrerprozess möglich
Revision im Schwimmlehrerprozess möglich
Baden-Baden (fk) - Noch hat Rechtsanwalt Christian Süß zumindest offiziell nicht entschieden, ob er gegen das Urteil im Prozess gegen den Schwimmlehrer Dimitri T. in Revision gehen möchte. Süß ist der Pflichtverteidiger des 34-jährigen, der am Montag wegen mehr als 130 sexueller Vergehen an 37 kleinen Mädchen vom Landgericht Baden-Baden zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt wurde (wir berichteten). Eine solche Revision würde dann gemäß dem Gerichtsverfassungsgesetz vor dem Bundesgerichtshof (BGH) stattfinden.

Der würde aber nicht das ganze Verfahren noch mal neu aufrollen, sondern lediglich das Urteil auf rechtliche Fehler überprüfen, wie dem BT aus Justizkreisen bestätigt wurde. Heißt im Klartext: Keine neue Beweisaufnahme, keine erneuten Zeugenaussagen, keine weiteren Sachverständigen. Auf die Frage, ob Süß dieses Rechtsmittel ausschöpft, ließ der Verteidiger mitteilen: "Lassen sie sich überraschen."

BGH ist letztmögliche Instanz

Damit stünde dann auch die Sicherungsverwahrung wieder auf dem Prüfstand. Vertreter der Nebenklage gingen aber bereits am Montag nach dem Prozess davon aus, dass diese ob ihrer "stichhaltigen Begründung" auch nach einer Revision bestand haben würde. Befindet der Senat des BGH, dass das Urteil korrekt ist, wäre das darüber hinaus endgültig. Denn der BGH ist auf dem normalen Rechtsweg die letzte Instanz.

Foto: dpa

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