Ermittlungen dauern an
Ermittlungen dauern an
Karlsruhe/Frankfurt (fk) - Die Ermittlungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen den Karlsruher SC wegen der Pyrotechnikshow zum Abschied vom Wildparkstadion dauern an. Das bestätigten dem Badischen Tagblatt am Donnerstag sowohl der in Frankfurt ansässige Fußballverband als auch der Karlsruher Sportclub.

Das Abbrennen von Pyrotechnik ist während eines Bundesligaspiels strikt untersagt und wird vom DFB mit einer Geldstrafe belegt. Gegenstand der Ermittlungen ist daher, ob die Pyroshow eine eigene Veranstaltung war - so argumentiert der KSC - oder noch im Rahmen des Spiels und somit im Zuständigkeitsbereich des DFB erfolgte.

Sollte dies der Fall sein, wird wohl eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe fällig - vorausgesetzt der DFB orientiert sich an dem zum Saisonbeginn eingeführten Strafenkatalog.

Dieser sieht vor, dass für jede abgebrannte Pyro-Fackel eine Strafe von rund 350 Euro fällig wird. Bei etwa 180 Fackeln, die bei der Wildparkverabschiedung verbrannt wurden, würde das eine Strafe von rund 63.000 Euro bedeuten.

Nach BT-Informationen wird eine Entscheidung in dieser Sache aber wohl nicht vor Dezember fallen. Der DFB hüllt sich in Schweigen und verweist darauf, dass man zu laufenden Verfahren keine Auskunft gebe. Vom KSC war jedoch zu erfahren, dass jüngst als Reaktion auf eine erste Stellungnahme des Clubs vom DFB noch weitere, mehr ins Detail gehende Fragen eingetroffen seien, die es nun erneut zu beantworten gelte.

Foto: GES/Markus Gilliar

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