Wenn Kälte lebensgefährlich wird - Städte helfen Obdachlosen
Wenn Kälte lebensgefährlich wird - Städte helfen Obdachlosen
Karlsruhe (lsw) - Schal, Mütze, Handschuhe und Stiefel: Warm angezogen lässt es sich auch bei Kälte draußen eine Weile gut aushalten. Was aber machen Menschen ohne Wohnung, die nicht zurück ein geheiztes Zimmer können? Die Städte in Baden-Württemberg beginnen bereits mit ihren Hilfsprogrammen. Nach einer Schätzung des Sozialministeriums leben rund 23.000 Menschen ohne festen Wohnsitz in Baden-Württemberg.

In Karlsruhe stehen Obdachlosen von Oktober bis April zwei Unterkünfte zur Verfügung. Nach Angaben der Stadt gibt es 56 Schlafplätze für Männer und acht für Frauen. Zum Aufwärmen, Duschen oder Essen werden zwei Tageseinrichtungen geöffnet. Auf einen Kältebus verzichtet die zweitgrößte Stadt des Landes. "Wer im Freien übernachtet, ist den Beratungsstellen bekannt und wird auf die Schutzräume hingewiesen", erklärte die Verwaltung. "Auch Polizei und kommunaler Ordnungsdienst verweisen im Einzelfall auf die Angebote."

Helfer sind mit Kältebussen unterwegs

In Stuttgart können Obdachlose in verschiedenen Notunterkünften übernachten. Insgesamt gibt es nach Angaben der Stadt eine dreistellige Zahl von Schlafplätzen. Bei Bedarf könnten weitere Notquartiere geöffnet werden. Helfer sind mit einem Kältebus unterwegs und versorgen Bedürftige mit Tee, Essen, Schlafsäcken und Decken.

Im Notfall wird niemand abgewiesen

In Mannheim rückt ein Kältebus aus, sobald Frost droht. Die Helfer haben auch dort heiße Getränke, Schlafsäcke, Decken und Kleidung dabei. Die Stadt bietet außerdem zusätzliche Notschlafplätze in mittlerer zweistelliger Zahl. Im Notfall werde niemand abgewiesen. Falls erforderlich, mache man andere Räumlichkeiten frei.

In Freiburg kann die Zahl der Schlafmöglichkeiten während des Winters auf etwa 300 Plätze erhöht werden, wie ein Sprecher sagte. Einen Kältebus gibt es nicht.

Foto: dpa

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