Falscher Offizier in echter Uniform
Falscher Offizier in echter Uniform


Karlsruhe (red) - Die Geschichte einer Polizeikontrolle in Karlsruhe, sie erinnert ein wenig an die Geschichte des Schusters Vogt, der zum Hauptmann von Köpenick wurde (siehe Spiegel-Bericht). Am Donnerstagmorgen kontrollierten Beamte der Bundespolizei im Karlsruher Hauptbahnhof einen 40-jährigen Deutschen, der zunächst der Bundeswehr anzugehören schien. Am Ende landete er im Justizvollzugkrankenhaus Hohenasperg.

Der Mann rauchte am Bahnsteig, in einem nicht dafür gekennzeichneten Bereich, woraufhin er von der Streife angesprochen wurde. Im weiteren Gespräch konnten die Beamten bereits einen deutlichen Alkoholgeruch wahrnehmen. Aufgrund der Gesamtumstände und dem zweifelhaften Verhalten des 40-Jährigen wurde er auf die Wache gebracht.

Bei der Vernehmung gab der Mann schließlich an, nicht der Bundeswehr anzugehören. Seine Schulterstücke mit dem Dienstgrad eines Oberleutnants und die Uniform in dreifarbigem Tropentarn waren hingegen nachweisbar echt. Der 40-Jährige wurde daraufhin wegen Amtsanmaßung angezeigt.

Herkunft der Uniform ungewiss

Wie der Mann an die Uniform gelangt ist und ob er sich hierdurch unbefugt Zutritt zu gesicherten Einrichtungen verschafft hat bleibt zu ermitteln, schreibt die Polizei.

Haftbefehl wegen Schwarzfahrens

Bei einer Überprüfung der Personalien stellte sich zudem heraus, dass der mit über zwei Promille alkoholisierte Mann von der Staatsanwaltschaft Tübingen wegen Schwarzfahrens mit Haftbefehl gesucht wurde. Den erforderlichen Betrag von 477 Euro konnte er nämlich nicht aufbringen und muss deshalb eine 40-tägige Freiheitsstrafe antreten.

Symbolfoto: dpa

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