91 Jungstörche aus dem Landkreis Rastatt
91 Jungstörche aus dem Landkreis Rastatt

Rastatt (nest/red) - Im Landkreis Rastatt sind in diesem Jahr 91 Jungstörche auf 45 Horsten flügge geworden. Dies ermittelten die Beringer Stefan Eisenbarth und Josef Günther für den Raum zwischen Ottersweier und Durmersheim. Dessen Beringungsgebiet erweiterte sich über den Ortenaukreis, während der Einzugsbereich von Eisenbarth im Norden nach Karlsruhe überlappt.

Insgesamt wurden in Baden-Württemberg 2. 536 Jungstörche von 1.160 Brutpaaren großgezogen, wovon aber wegen einer Restriktion der Ringzahlen 879 nicht registriert werden konnten. 2019 sollen aber wieder mindestens 1. 500 Störche einen Ring erhalten.

Die enorme Population der Weißstörche wirft auch die Frage nach dem Angebot an Futter auf. Was fressen die Vögel eigentlich? Drei Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe haben anhand von Gewöllen untersucht, was alles in den Mägen der Störche verschwindet.

In den Gewöllen waren ein Großteil Insektenreste und Steine, Plastik- und Gummiteile sowie Reste von Kalikokrebsen; außerdem fanden sich Reste aus undefinierbarem "Müll" und tierische Teile, darunter auch Scheren von Hirschkäfern. Die Kalikoreste fanden sich hauptsächlich auf den Horsten in Rheinstetten, im Karlsruher Raum sowie in Muggensturm, Baden-Oos und Au am Rhein. Vielleicht können Störche ja bei der Bekämpfung der "Krebsplage" mithelfen?

Foto: Nestler

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