Streik bei Zulieferer legt Benz-Werk lahm
Streik bei Zulieferer legt Benz-Werk lahm
Rastatt (ema) - Eine Auseinandersetzung zwischen der IG Metall und dem Automobilzulieferer HBPO im Industriepark von Daimler in Rastatt hat sich auch auf die Produktion im Benz-Werk ausgewirkt.

In drei Schichten am Mittwoch legten Beschäftigte die Arbeit jeweils für eine Stunde nieder; im Benz-Werk kam es dadurch zum Produktionsstillstand. Die IG Metall fordert einen Tarifvertrag für die rund 140 Beschäftigten bei HBPO, der das Benz-Werk mit Frontmodulen beliefert. Die IG Metall spricht von Einschüchterungsversuchen durch das Management. Leiharbeitern sei mit Abmeldung, befristet Beschäftigten mit Kündigung gedroht worden. Zeitarbeiter seien außerdem als Streikbrecher missbraucht worden.

IG Metall will rechtliche Schritte einleiten

Die IG Metall kündigt rechtliche Schritte wegen Verstoßes gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und das Streikrecht an. Nach BT-Informationen hat die Geschäftsführung von HBPO damit gedroht, bei anhaltenden Arbeitskämpfen den Auftrag für Daimler abzuwickeln und das Werk zu schließen. Die Geschäftsführung hat nach eigenen Angaben ein Angebot für eine Verbesserung von Entgelt und Arbeitsbedingungen vorgelegt. Am 17. Dezember wollen beide Seiten weiterverhandeln.

Foto: ema

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