"Fremder Feind" gewinnt
'Fremder Feind' gewinnt
Baden-Baden (cl) - Die Romanverfilmung "Fremder Feind" nach dem Buch "Krieg" von Jochen Rausch gewinnt den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. In der WDR-Produktion von Regisseur Rick Ostermann spielt Ulrich Matthes einen Vater, dessen Sohn beim Auslandseinsatz der Bundeswehr ums Leben kam.

Auf einer einsamen Berghütte versucht er, seinen Frieden zu finden und gerät selbst in einen gewalttätigen Konflikt. Die Jury um Vorsitzende Bettina Reitz begründet ihre Entscheidung so: "Ein Vater flieht vor seinem Familientrauma an den denkbar entlegensten Ort - um ausgerechnet dort vom Trauma eingeholt zu werden. Aus dem inneren Kampf zwischen Verdrängung und insgeheimer Sehnsucht nach der Nachempfindung dessen, was der Sohn im Krieg erlebt hat, entsteht ein wahrhaftiges Psychogramm." Neben Ulrich Matthes spiele Barbara Auer die Mutter auf ebenso schmerzhaft ehrliche Weise.

Der Sonderpreis für herausragende darstellerische Leistungen geht zu gleichen Teilen an Elisa Schlott und Hassan Akkouch in dem Film "Fremde Tochter" (SWR) von Stephan Lacant. Die beiden Preise sowie weitere Auszeichnungen sind gestern bei der Gala des Fernsehfilm-Festivals im Kurhaus Baden-Baden vergeben worden.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagausgabe des Badischen Tagblatts.

Symbolfoto: Viering

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