Alternative zum Durchwühlen von Mülleimern
Alternative zum Durchwühlen von Mülleimern
Gaggenau (uj) - Für Gaggenau wäre es ein Pilotprojekt. Stadträtin Christina Palma Diaz ist aufgefallen, dass die neuen Abfalleimer auf dem Radweg zwischen dem Badsteg und der Rothermabrücke vermehrt nach Pfandflaschen durchsucht werden. Nach ihren Angaben gibt es für öffentliche Mülleimer sogenannte Metallringe, die das Sammeln von Pfandflaschen erleichtern sollen, insbesondere für jene Menschen, die auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen seien.

Der Ring wird rund um den Mülleimer angebracht. Dort können leere Pfandflaschen hineingestellt werden. Auch im Sinne des Umweltschutzes würden die Ringe Vorteile mit sich bringen. Ein möglicher Nachteil sei, dass bei Überladung die Flaschen auf dem Boden abgestellt werden und Glasbrüche entstehen könnten.

Gemeinderat nimmt Idee positiv auf

Laut Stadtverwaltung begrüße Oberbürgermeister Christof Florus die Anregung von Palma Diaz, die auch im Gemeinderat positiv aufgenommen worden sei. Er schlägt eine "offensichtliche Örtlichkeit" für dieses Pilotprojekt vor. Auf Rückfrage konkretisierte die Stadtverwaltung, dass es sich um drei öffentliche Mülleimer im Murgpark handelt.

Ein Künstler aus Köln, der Designer Paul Ketz, hat vor rund sechs Jahren diesen Pfandring erfunden. Dort hinein können Menschen ihre Pfandflaschen stellen, wenn sie sie nicht zurückgeben wollen. Die Pfandsammler können sie einfach wegnehmen - und müssen nicht im Müll wühlen. In einigen Großstädten wurden die Flaschenhalter bereits getestet. Bemängelt wurde unter anderem, dass die Ringe zweckentfremdet würden.

Foto: Archiv

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