Blauzungenkrankheit ausgebrochen
Blauzungenkrankheit ausgebrochen
Ottersweier (red/lsw) - In einem Rinderbestand in Ottersweier wurde am Mittwoch erstmals seit neun Jahren wieder die Blauzungenkrankheit amtlich festgestellt. Dies teilte Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mit.

 

Das Virus sei für Menschen nicht gefährlich. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde dennoch ein landesweites Sperrgebiet eingerichtet. "Fleisch und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden", so Hauk, der erneut dazu aufruft, Tiere impfen zu lassen.

Nach dem Ausbruch der Blauzungenkrankheit ist eine große Sperrzone eingerichtet worden. Sie umfasst das gesamte Land Baden-Württemberg, das gesamte Saarland sowie südliche Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen. Wie das Stuttgarter Agrarministerium am Mittwoch mitteilte, gilt die Zone 150 Kilometer rund um den Ort des Ausbruchs.

Viruserkrankung

Die Blauzungenkrankheit kann Schafe, Ziegen und Rinder befallen. Sie ist eine Viruserkrankung und wird durch kleine blutsaugende Mücken übertragen. Ein typisches Symptom ist eine geschwollene, blau gefärbte Zunge.

Das Landratsamt Rastatt hat am Mittwoch in dem Betrieb die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) amtlich festgestellt. Die Ansteckung der Tiere ist bei der routinemäßigen jährlichen Untersuchung nachgewiesen worden. Der Betrieb steht nun unter behördlicher Beobachtung.


Symbolfoto: dpa

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